Ordnerumleitungen

Ordnerumleitungen für eine Vielzahl von Usern zu konfigurieren ist mit GPOs, Group Policy Objects, problemlos möglich. Dies wurde auch bei einem meiner Kunden gemacht. Nun stand durch das Einführen neuer Fileserver eine Migration besagter Ordner an.

Die GPO sah wie folgt aus:

Basiseinstellungen

Basiseinstellungen

Damit wird für jeden User der Dokumente-Ordner nach „\\Server\Freigabe\Benutzername\Eigene Dateien“ umgeleitet. Sofern der Pfad hinter der Freigabe (alles ab Benutzername) noch nicht existiert, wird er angelegt, sobald die GPO für einen Benutzer angewendet wird. Dazu sind spezielle Berechtigungen für den freigegebnen Ordner nötigt, doch dazu später mehr.

Klassischerweise waren die Feineinstellungen wie folgt konfiguriert:

Feineinstellungen

Feineinstellungen

Die Einstellung „Den Inhalt … verschieben“ in Kombination mit „Ordner nach Entfernen…“ bewirkt, dass der Dokumente-Ordner auf den Server verschoben wird und dort bleibt, auch wenn die GPO gelöscht wird. Dies bewirkt ebenfalls, dass der Ordner mitwandert, sofern in der GPO ein neues Stammverzeichnis angegeben wird. Interessant ist folgendes: ich wollte den Dokumente-Ordner auf ein DFS (Distributed File System) migrieren. Um die Auswirkungen für den Benutzer möglichst gering zu halten, habe ich dies mit Robocopy vorbereitet. Ich habe sämtliche Attribute und ACLs (Access Control List) mit Robocopy mitgenommen, allerdings kamen wir über eine neue „Synchronisation“ des Ordners nicht herum. Sobald sich der User angemeldet hat, war das Fenster „Benutzereinstellungen werden übernommen“ so lange zu sehen, bis der Ordner vom alten auf den neuen Server verschoben wurde. Für Migrationen sollte somit die Datenmenge sowie die Netzwerk- und Serverperformance berücksichtigt werden. Vielleicht wäre darüber nachzudenken, dass die User in Blocks, z.B. à 10, 20 oder 50 User, migriert werden, und nicht alle auf einmal.

Interessant ist ebenfalls folgendes: Um einen problemlosen Betrieb der Ordnerumleitungen zu gewährleisten, müssen spezielle “Mindest”-Berechtigungen konfiguriert werden. Dazu siehe KB274443 von Microsoft (http://support.microsoft.com/kb/274443/en-us). Wenn dies sichergestellt ist, steht einer Migration nichts mehr im Wege.

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