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Erfahrungsbericht David

David Heiss reiste vom 1. Oktober bis zum 22. Dezember 2019 mit seiner Frau und seinem Sohn durch Italien und arbeitete weiterhin für die CEMA GmbH Spezialisten für IT Services. Hier schildert er seine Erfahrungen.

Wie kamst du auf die Idee, eine Auszeit zu nehmen?

Meine Frau war nach dem Gymnasium ein Jahr in Australien und auch wir gingen schon zusammen mit dem Rucksack auf Reisen (ein zwei monatiger Sabbatical in Indien).

So haben wir geplant, dass wir irgendwann einmal eine Reise machen würden. Als mein Sohn ein Jahr alt war, dachten wir, dass dies der perfekte Zeitpunkt wäre. Da die CEMA gerade in der Überlegungsphase war, auf NTT Data zuzugehen (ein Dienstleister für Personal in Rumänien) und dort dann auch Arbeitnehmer dauerhaft von Remote arbeiten würden, dachte ich mir, warum soll ich das nicht auch können?

Dann ging auch alles sehr schnell. Nachdem wir die Erlaubnis dafür bekommen hatten, haben wir in kürzester Zeit alles Mögliche eingeleitet. Wir haben unsere Wohnung gekündigt, unser Auto verkauft, einen Lagerraum angemietet, einen Kredit aufgenommen und ein Wohnmobil gekauft.

Wie war die Reaktion deines Arbeitgebers?

Die erste Reaktion meines Teamleiters war: Als dein Teamleiter muss ich mir das erstmal durch den Kopf gehen lassen; als Privatperson finde ich diese Idee super und bin jetzt schon total neidisch. Die Bedenken, die es gab, richteten sich hauptsächlich an die technische Natur; sprich, wie funktioniert die Verbindung und die Verfügbarkeit.

In einem weiteren Gespräch haben mein Teamleiter und der Geschäftsführer alles durchgesprochen. Dabei konnten alle Bedenken schnell beseitigt werden. Das Thema Vertrauensarbeitszeit war bei mir kein Problem, da ich vorher schon flexible Arbeitszeit hatte und ich bereits meine geleisteten Stunden nachvollziehbar aufgeschrieben hatte. Damit aber zumindest ein bisschen Planungssicherheit sicher gestellt werden konnte, hatte ich montags und mittwochs von 12-16 Uhr fixe Arbeitszeiten.

Wie war die Reaktion deiner Mitarbeiter?

Alle meine Kollegen fanden unsere Idee ziemlich cool, aber auch sehr mutig. Die meisten sagten, sie würde es sich nicht zutrauen, so einfach alles aufzugeben.

Wie lief das mit dem Remote Working? Auf was musstest du besonders achten?

Technisch lief das Arbeiten sehr gut. Ich habe mir einen LTE Router und eine Antenne gekauft und in Italien eine Prepaid Karte (30GB für 10€). Damit habe ich gearbeitet, abends aber auch oft Filme in Full HD gestreamt. Für unser Wohnmobil ließen wir 2 Solarpanels einbauen, sodass unser Wohnmobil in dieser Zeit keine einzige Steckdose auf einem Campingplatz gesehen hat.

Die Arbeitszeiten habe ich mir immer etwa 3 Tage im Voraus eingeplant, je nach dem was wir für Wetter hatten und wo wir waren. Mal bot es sich an morgens eine Bergtour zu machen, mal abends gemütlich am Strand zu entspannen. Ich habe die Arbeitszeit quasi drum herum geplant.

In unserem Team erfassen wir unsere abrechenbaren Stunden sowieso in unserem Leistungsmanager. Ich habe daher einfach alle meine geleistet Stunden erfasst, auch wenn sie nicht abrechenbar waren. So war die Arbeitszeit jederzeit nachvollziehbar.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Kunden während deiner Reise?

Die Kommunikation war sehr einfach. Da wir ohnehin viel über Microsoft Teams arbeiten, konnte ich in Konferenzen auch mit Video gut an Terminen teilnehmen. Wenn die Kollegen ein Problem oder eine Frage hatten, konnten sie mich anschrieben. Ich habe Teams auch auf dem Handy installiert und so konnte ich kurze Fragen schnell beantworten, oder mitteilen, dass ich mich zu einem anderen Zeitpunkt zurückmelden würde.

Wie war das mit der Motivation, ohne eine regelmäßige Arbeitszeit und einen festen Arbeitsplatz zu arbeiten?

Mir macht meine Arbeit ohnehin sehr viel Spaß, weshalb ich keine Probleme mit der Motivation hatte. Ich hatte sozusagen zwei feste Arbeitsplätze (Tisch drinnen oder Tisch draußen). Nur die Arbeitsplätze selbst haben sich bewegt. Das ganze war aber sehr komfortabel und hat sich ehrlicherweise nicht viel anders angefühlt als Home-Office oder alleine im Büro zu sein. Der einzige gravierende Unterschied: Ich hatte nur einen Monitor statt drei. Aber mit den entsprechenden Tastenkürzeln zum Umschalten der Programme und verschiedenen Arbeitsbereichen, konnte ich das gut ausgleichen.

Welche Orte habt ihr besucht?

Der ursprüngliche Plan war: drei Monate Italien (Herbst), drei bis vier Monate Spanien und Portugal, zwei Monate Frankreich, drei bis vier Monate Griechenland und Kroatien und dann wieder zurück. Mehr Plan gab es nicht. In den drei Monaten in Italien waren wir zwei Wochen auf Sardinien und bereisten anschließend die gesamte westliche Küste bis nach Reggio Calabria, wo wir selbst Anfang Dezember noch ein paar schöne, warme Tage am Meer verbrachten. Das Ziel war quasi den Sommer so lange wie möglich zu strecken.

Auf welche Herausforderungen seid ihr gestoßen?

Schlechtes Wetter! Der Herbst 2019 war seit langem der regnerischste Herbst in Italien, was uns viel Energie gekostet hat. Man kann bei Regen mit kleinem Kind einfach nicht so viel draußen unternehmen.

Die Gesundheit meiner Frau. Meine Frau war zu beginn unserer Reise schwanger mit unserem zweiten Kind. Wir entschlossen uns aber dennoch dazu, die Reise nicht abzubrechen. Leider verlief die Schwangerschaft nicht gut, sodass es unterwegs zu einigen gesundheitlichen Problemen kam und wir auch Ärzte aufsuchen mussten. Das hat letzten Endes auch dazu geführt, dass wir unsere Reise nach drei Monaten abbrechen mussten und uns wieder eine Wohnung in Deutschland gesucht haben.

Wie war es mit Kind auf so engem Raum?

Unser Kind ist ein sehr aktives Kind, weshalb wir schon bei der Wohnmobilauswahl darauf geachtet haben, dass ein bisschen Platz zum Toben da ist. Aber gerade bei schlechtem Wetter war das schon sehr schwierig. Wenn es viel geregnet hat, mussten wir Einkaufszentren, Museen etc. besuchen, um unseren Sohn entsprechend auszulasten. Bei guten Wetter war es überhaupt kein Problem, weil natürlich ein Großteil des Lebens auch draußen stattfand. Ich hatte in das hintere Bett des Wohnmobils eine Schallschutztür installiert, damit mein Sohn in Ruhe schlafen konnte, während wir abends noch Filme angeschaut haben.

Was waren die schönsten Momente und die Besonderheiten der Reise?

Die schönste Zeit hatten wir in Kalabrien am Meer. Dort haben wir frisches Gemüse vom Markt geholt, selbst gekocht und abends mit anderen Leuten in der Pizzeria gegessen. Es gab die typischen verschnörkelten kleinen Hafenstätte mit ihren bunten Fassaden und kleinen Eisdielen. Fernab von Tourismus (weil wir ja von Oktober bis Dezember absolut in der Nebensaison waren), konnten wir die Gegend richtig genießen.

Besonders beeindruckend war natürlich auch Rom mit dem Petersdom, wobei wir da nur durchlaufen konnten. Mit einem kleinem Kind kann man nicht viele Sehenswürdigkeiten anschauen. In Pompei hatte unser Sohn allerdings viel Spaß, die alten Steinstraßen entlang zu klettern.

Würdet ihr es wieder tun?

Ja, wir würden und werden es wahrscheinlich wieder tun. Allerdings er erst in ein paar Jahren.

Gibt es Dinge, die du dann anders machen würdest?

Rückwirkend wäre ich gerne ein paar Monate früher losgegangen, da wir abbrechen mussten und wir dann noch mehr Sommer und weniger Regen erlebt hätten.

Wie war die „Wiedereingliederung“ in die CEMA?

Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass ich großartig weg war. Da die Zeit so schnell verging und ich in stetigem Kontakt mit meinem Kollegen war, fühlte es sich an, als wäre ich nur ein paar Tage weg gewesen.