Exchange 2010, Cross-Forrest-Migration vs. X400-Adressen

In einer Kundenumgebung wurde eine Exchange 2010 Cross-Forest-Migration nicht gemäß Microsofts Best Practices durchgeführt. Dadurch konnte u.a. nicht mehr auf alte Mails geantwortet werden. Exchange 2010 unterstützt durch eigene Powershell-Skripte Cross-Forest-Migrationen.

Zur Vorbereitung einer Cross-Forest-Migration wird das Powershell-Skript „Prepare-MoveRequest.ps1“ ausgeführt, welches sich im Exchange-Installationsverzeichnis unter „Scripts“ befindet. Statt dieses Befehls wurden die Postfächer aber über die Cmdlets für PST-Ex- und –Import „migriert“! Durch PST-Ex- und –Import wird zwar das gesamte Postfach „kopiert“ (!), allerdings fehlen sämtliche Exchange-Attribute des User-Objektes! Sofern in der Quelldomäne X400-Adressen genutzt wurden, nutzt Exchange diese intern als Absender / Empfänger.

Werden diese nicht migriert, kommen klassische Phänomene zum Vorschein, wie z.B.: Antworten auf alte interne Mails funktioniert nicht mehr (NDR wird erzeugt); Free/Busy-Informationen bei alten Besprechungsanfragen können nicht mehr aufgelöst werden; Nickname-Cache kann nicht mehr verwendet werden In diesem Szenario gilt es also, die X400-Adressen der User-Objekte aus der Quelldomäne in die Zieldomäne zu migrieren. Dies kann natürlich manuell Objekt für Objekt gemacht werden, oder man bedient sich PowerShell. Es ist darauf zu achten, dass das Attribut „LegacyExchangeDN“ aus der Quelle ausgelesen (am besten als CSV-Datei) und diese als X500-Adresse der Mailadresse der User in der Zieldomäne hinzugefügt wird. Wird dies durchgeführt, sind die o.g. Probleme passé.

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