Initialreplikation für DFS-Replikation optimieren

Wenn DFS-Replikation in Unternehmen eingeführt wird, kann die Initialreplikation äußerst lange dauern. Dies kann optimiert werden.

Die Ursache liegt darin, dass beim Einrichten einer Replikationsgruppe per Default das Staging-Kontingent auf 4 GB gesetzt wird.

Oft wird der Fehler gemacht, die Initialreplikation in der Form beschleunigen zu wollen, dass die Dateien, bspw. eine ISO-Datei, mit dem Windows-Explorer einfach ins Ziel kopiert werden. Da die DFS-Replikation die Dateien anhand von Hash-Werten vergleicht, reicht diese Art des Kopierens nicht aus. Die Datei ist nicht identisch mit der Original-Datei, da bspw. die Datumswerte nicht übereinstimmen!
Um die Initialreplikation zu beschleunigen, gibt es von Microsoft zwei supportete Wege:

  1. Backup und Restore der Datei von der Quelle ins Ziel
  2. Benutzen von Kopierprogrammen, wie bspw. Robocopy

In vielen Fällen ist dies allerdings nicht erforderlich. Ein Beispiel dafür ist, wenn Quell- und Zielserver nicht über ein WAN, sondern mit einem LAN miteinander verbunden sind. Dann ist es ausreichend, für die Initialreplikation die richtige Staging-Größe zu wählen.
Um die korrekte Staging-Größe zu ermitteln, schlägt Microsoft eine PowerShell-Befehlszeile vor:
(Get-ChildItem <replicatedfolderpath> -recurse –force | Sort-Object length -descending | select-object -first 32 | measure-object -property length -sum).sum /1gb
Diese Befehlszeile ermittelt die 32 größten Dateien in der Quelle und gibt eine GB-Zahl aus. Wird diese für den Staging-Ordner gewählt, verläuft die Initial-Replikation äußerst performant. Ferner empfiehlt Microsoft, das DFS-R-Eventlog im Auge zu behalten. Das Event mit der ID 4208 (Staging-Bereich voll und wird bereinigt) sollte nicht mehrfach pro Stunde erzeugt werden. Wird es mehrfach pro Stunde erzeugt, sollte das Staging-Kontingent um 20% vergrößert werden.

Siehe dazu auch: http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc754229.aspx

Hinweis: Sobald das Staging-Kontingent ausgereizt ist, wird es automatisch aufgeräumt. Beim Sizing der Datenpartition, auf dem sich das Kontingent befindet, sollte bedacht werden, dass es sich um einen dynamischen Bereich handelt. Es kann bis zur maximal konfigurierten Größe vergrößern, wird sich aber auch stets wieder verkleinern.

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