Mit virtuellem SAN auf dem Weg zum Software Defined Datacenter – GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft

Mit agiler IT-Architektur Zeit und Kosten sparen

Durch den Aufbau eines virtualisierten SAN im Rahmen des Rechenzentrum-Redesigns ist die GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft ihrem strategische Ziel einen wichtigen Schritt näher gekommen: die IT-Infrastruktur komplett zu flexibilisieren, um beim Bereitstellen neuer Anwendungen künftig Zeit- und Kostenaufwand zu reduzieren.

 

Mit Hochdruck arbeitet die GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft daran, ihre IT-Infrastruktur zu flexibilisieren. Für IT-Leiter Markus Abegg ist es der einzig gangbare Weg, um anstehende Aufgaben wie etwa die Konversion ehemalig militärisch genutzter Flächen in Wohnraum wirtschaftlich bewältigen zu können. Schon jetzt erbringt die mit einem Bestand von 19.500 Wohnungen größte kommunale Wohnungsbaugesellschaft Baden-Württembergs eine Fülle von Leistungen, angefangen bei der Verwaltung und Vermietung von Zweck- und Wohnraum über die Bestandserhaltung, Modernisierung bis hin zu Services wie Schuldnerberatung. „Viele Projekte, etwa die der Umnutzung oder Wohnungsmodernisierung, laufen bislang nur rudimentär IT-gestützt ab. Indem wir diese Geschäftsprozesse digitalisieren, können wir schlanke und kosteneffiziente Abläufe etablieren und somit auch künftig den Spagat schaffen, attraktiven Wohnraum zu bezahlbaren Preisen anzubieten“, ist sich Abegg sicher.

 

Ziel: Schneller, einfacher und performanter

Den für eine dynamische Infrastruktur notwendigen Umbau hat die GBG schon frühzeitig in die Hand genommen, mit der teilweisen Virtualisierung von Servern und Applikationen sowie der rund 150 Clients in den fünf Kundencentern. Jedoch entpuppte sich das Storage zunehmend als Bremsklotz für die weitere Modernisierung. Das IBM BladeCenter konnte den ständigen Datenzuwachs nicht länger bewältigen. Angesichts mangelnder Performance sowie den zunehmenden Anforderungen schaute sich die GBG daher nach einer zukunftsfähigen Storagelösung um. IBM als Hersteller war gesetzt. Da ein neues BladeCenter aus Kostengründen ausschied, beschloss die GBG, mit Hilfe des SAN Volume Controllers ein virtuelles, synchron gespiegeltes SAN mit klassischen Rack-Servern aufzubauen. Als IT-Dienstleister holte man sich die CEMA als erfahrenen IBM-Partner mit ins Boot.

 

Nach vorgeschaltetem Konzeptionsworkshop baute GBG gemeinsam mit der CEMA hochverfügbare Speichercluster auf, die sich auf zwei Rechenzentren im Stadtgebiet Mannheims verteilen. Voraus ging eine genaue Projektierung des Speichernetzes, inklusive des Sizing der Anforderungen. „Das ist notwendig, um die SAN-Komponenten den speziellen Anforderungen des Kunden anzupassen. Der SVC als zentrale Storage Virtualisierung regelt den Datenfluss zwischen Hostservern und Speichermedien und bestimmt somit maßgeblich über Performance, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit des SAN“, erklärt Jürgen Crasser, Storage-Experte bei der CEMA.

 

Umzug mit simuliertem K-Fall

Die über Fibre Channel vernetzten Clusterknoten spiegeln aktiv und sind über Brocade-Switches voll redundant in das SAN-Netzwerk eingebunden. Jeder Cluster verfügt über eine Speicherkapazität von 20 TB. Die Migration des Storage fand schrittweise während des laufenden Betriebs statt. Anschließend stockte das Projektteam die ESX-Farm auf. Ein Schritt, den erst das neue SAN ermöglichte, weil sich virtueller Speicherplatz flexibel zuweisen lässt. Das SAN bedient die vier physikalischen ESX-Hosts mit rund 40 VMs sowie zehn Serversystemen, darunter SAP, mit hochverfügbarem Speicher. „Kompliment an die Spezialisten der CEMA. Sie haben die Steuerung für den Zugriff der Server auf die Speicher sehr gut eingerichtet“, meint Abegg zufrieden. „Die Performance hat sich stark verbessert.“ Easy Tier verkürzt die Zugriffszeiten für die rund 300 Mitarbeiter an den sechs GBG-Standorten nochmals, weil der SAN Volume Controller über diese Funktion stark frequentierte Anwendungsdaten über Flashspeicher bereitstellt. Einen weiteren, wichtigen Vorteil des virtualisierten SAN verspricht sich Abegg beim Umzug des Rechenzentrums in das neue Hauptverwaltungsgebäude Ende 2016. Dazu wird ein SAN Spiegel abgebaut und am neuen Standort installiert – dank des transparenten Failover soll dies ohne Ausfallzeit erfolgen.

 

Geringere Komplexität und Kosten

Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben sieht sich Abegg gut gerüstet: „Wir haben die Komplexität und Kostenquellen reduziert und im Gegenzug stark an Flexibilität und Tempo gewonnen.“ Das Zuweisen von Speicher an neue VMs dauert nur noch wenige Minuten; die Speicherkapazität lässt sich nach Bedarf während des laufenden Betriebs erweitern. Der Verwaltungsaufwand sei verschwindend gering, meint der IT-Leiter. Er denkt bereits an den nächsten Schritt: Nach Servern und Speicher will er auch das Netzwerk virtualisieren und ein sogenanntes Software Defined Data Center aufbauen, also eine weitere Abstraktionsebene, die die Infrastruktur steuert, kontrolliert und automatisiert. Schon jetzt sei die Kombination von virtueller Server- und Speicherinfrastruktur beim Bereitstellen von IT-Ressourcen unschlagbar schnell. Von dieser Schnelligkeit will die GBG beim avisierten Rollout von Sharepoint und mobiler Anwendungen profitieren. Das Unternehmen setzt hierbei konsequent auf die Unterstützung der CEMA als IT-Partner: „Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit haben wir die CEMA nicht nur mit dem 2nd Level Support, sondern auch mit der Wartung des Rechenzentrums betraut“, sagt Abegg.

 

Auf einen Blick:

  • Kunde: Die GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH (www.gbg-mannheim.de) betreut etwa 19.500 Wohnungen. Rund 300 Mitarbeiter an sechs Standorten kümmern sich um Neubau, Bestandserhaltung, Modernisierung sowie die Verwaltung und Vermietung von Zweck- und Wohnraum und erbringen darüber hinaus wohnbegleitende Services.
  • Herausforderung: Das überlastete Speichernetzwerk (IBM BladeCenter) durch ein virtualisiertes und synchron gespiegeltes SAN ablösen. Ziel dabei war, ein Höchstmaß an Performance, Ausfallsicherheit sowie Flexibilität beim Bereitstellen, Erweitern und standortübergreifenden Migrieren von Speicher zu erlangen.
  • CEMA Leistung: Erstellen des Konzepts und Projektierung der Ziellösung; Aufbau eines virtualisierten SAN über zwei Brandabschnitte einschließlich der Migration der Speicherumgebung.
  • Systemumfeld: VMware vSphere; Citrix XenApp; SAP
  • Lösungstechnologie: Lösungstechnologie: IBM SAN Volume Controller Als Storage Einheiten kamen IBM Storwize V3700 zum Einsatz, als FC Switche wurden Brocade Switche verbaut.
  • Nutzen: hochverfügbares und skalierbares SAN; Umzug eines SAN-Spiegels ohne Downtime; höhere Flexibilität durch zügiges Zuweisen und einfaches Erweitern von Speicher; beschleunigter Zugriff auf wichtige Anwendungsdaten wie SAP; geringer Verwaltungsaufwand und verkürzte Time-to-Market beim Bereitstellen neuer Applikationen steigern Reaktionsschnelligkeit der IT.

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