GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH – virtualisierte IT-Infrastruktur

Durch virtualisierte IT-Infrastruktur
IT zu 98% standardisiert!

Pünktlich zum Einzug in das neue Firmengebäude hat die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH ihre IT-Infrastruktur radikal verschlankt: Deutlich weniger Anwendungen gebündelt in zwei Arten virtualisierter Standardarbeitsplätze sorgen für kosteneffiziente Strukturen und mehr Tempo beim Umsetzen neuer Anforderungen.

Wenn es darum geht, radioaktiven Abfall oder abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken zu entsorgen, ist das ein Fall für die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH. Die 600 Mitarbeiter entwickeln und fertigen Sicherheitsbehälter für radioaktive Stoffe, betreiben Zwischenlager und agieren als Dienstleister im Bereich kerntechnischer Anwendungen. Viele der anspruchsvollen ingenieurtechnischen Aufgaben lassen sich nur mit spezifischen Applikationen meistern. So wuchs die Zahl der Programme über die Jahre beständig – zuletzt waren in der Hauptverwaltung in Essen rund 400 Anwendungen in Gebrauch. „Service und Support verschlangen viel Zeit, die uns für strategische Aufgaben fehlte“, erklärt IT-Leiterin Dr. Andrea Eckelhoff. Vom Rechenzentrum in Essen aus betreut sie mit einem zehnköpfigen Team 600 Anwender an neun Standorten.

Weniger ist mehr: IT zu 98 Prozent standardisiert

Als der Umzug in eine neue Hauptverwaltung anstand, ergriff die GNS die Chance, die IT mit Blick auf Zukunftssicherheit und Effizienz neu auszurichten. Ziel war es, die individuell bestückten PC- und Laptop-Clients durch standardisierte und virtualisierte Arbeitsplätze abzulösen. „Eine zentralisierte IT-Landschaft ist einfacher zu verwalten, flexibler und zudem kostengünstiger“, sagt Eckelhoff. Der IT-Dienstleister CEMA erstellte ein Virtualisierungskonzept für die GNS, in dem die Machbarkeit der Umstellung der IT-Infrastruktur auf die Virtualisierungstechnik bestätigt wurde. Wie so oft hat sich in einer lebenden IT-Infrastruktur eine Fülle von Anwendungen angesammelt, die im ersten Schritt durch das GNS-Team in enger Abstimmung mit den Fachbereichen um rund 250 Programme reduziert werden konnte. Die CEMA erarbeitete einen Umstellungsplan, wie sich die Anwendungen über Citrix-Technologie anwenderfreundlich bereitstellen ließen und dies, ohne dabei den laufenden Betrieb unterbrechen zu müssen. „Das Projekt verlief trotz des knappen Zeitrahmens sehr gut“, sagt Eckelhoff.

Rollout-Plan, Testumgebung und Lenkungsausschuss sichern Zielerreichung im Projekt

Innerhalb von nur drei Monaten musste die virtualisierte IT einsatzbereit sein. Ein äußerst ambitioniertes Unterfangen, schließlich galt es, 150 Anwendungen
auf XenApp-Server zu verlagern und die Thin Clients für die Anwender einzurichten. Die CEMA erstellte einen detaillierten Rollout-Plan und installierte eine Testumgebung für die Key User aus den Fachabteilungen. Anhand des Feedbacks erfolgte dann das Finetuning. Ein Neubau-Lenkungsausschuss wurde eingesetzt, in dem die GNS alle anstehenden IT-Projekte mit den Netzwerkspezialisten und der CEMA steuerte.

So konnten ad-hoc gemischte Teams gebildet werden, um themenübergreifende Aufgaben umgehend zu lösen. Derart gut organisiert konnte der fixe Einzugstermin trotz baulicher Verzögerungen gehalten werden. In gerade einmal 14 Tagen wurde die Produktivumgebung samt der Endgeräte in den neuen Räumlichkeiten aufgebaut. Am Freitagabend des Umzugswochenendes wurden die alten PC-Systeme zur Verschrottung abgeholt – ein definitiver Schnitt, so dass am Montagmorgen alle Anwender sofort an ihrem neuen Arbeitsplatz nahtlos weiterarbeiten mussten und auch konnten. „Das war wirklich eine hervorragende Leistung“, konstatiert Eckelhoff zufrieden.

Rollenbasierte Arbeitsplätze überzeugen die Anwender

Entsprechend der unterschiedlichen Aufgaben der Mitarbeiter wurden zwei verschiedene Arten von Arbeitsplätzen eingerichtet. Die Anwendungen für die 500 Arbeitsplätze
werden über Citrix XenApp-Server bereitgestellt, während die 50 Konstrukteure und Berechnungsingenieure mit virtualisierten Desktops arbeiten. Der Zugriff auf die
Anwendungen erfolgt dabei ebenfalls über Thin Clients. Für die GNS bedeutet die schlanke Hardware nicht nur erheblich niedrige Anschaffungskosten, sondern auch einen geringeren Stromverbrauch und deutlich reduzierten Administrationsaufwand. Nach anfänglicher Skepsis überzeugten die virtualisierten Arbeitsplätze schnell und schufen eine breite Akzeptanz durch kurze Antwortzeiten sowie einfachen Zugriff auf Dokumente und Anwendungen der Anwender. Die neue Flexibilität war ein weiteres Plus: Die Anwender melden sich im Netzwerk an und verfügen – unabhängig vom Büroraum oder Thin Client – sofort über eine startklare Arbeitsumgebung mit allen benötigten und gewohnten Anwendungen und auch Telefon. Die mobilen Anwender sind – per Citrix-Plugin sowie VPN-Leitung – an das Rechenzentrum angeschlossen.

IT-Betrieb: So einfach und so schnell wie noch nie

Die Vorteile der virtualisierten Arbeitsplätze kommen bei der GNS eindrucksvoll zum Tragen: hochverfügbare und zentralisierte Applikationen entlasten die Administratoren.
„Neue Applikationen können wir innerhalb kürzester Zeit bereitstellen. Nach dem Testen brauchen wir nur noch ein Master-Image einzuspielen“, berichtet Eckelhoff.
Die XenApp-Server booten beim nächsten Restart vom neuen Image – und schon steht die Software allen Anwendern bereit. Die früher so häufigen Softwarefehler infolge inkompatibler Programme sind ebenso wie der aufwändig zu pflegende Wildwuchs endlich passé. Diese Vorteile will die GNS weiter ausbauen: „Jetzt werden wir die anderen Standorte auf zentralisierte Strukturen umstellen“, sagt Eckelhoff.

Anwenderbericht PDF download

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.