Next Generation Infrastructure: Cloud Computing ist erwachsen

Dies ist ein Ausschnitt aus unserem Strategiepapier Next Generation IT – Mobility und Cloud als Kernsäulen der Digitalen Transformation. Sie können sich das ganze Papier hier downloaden. 

Um in der Lage zu sein, das eigene Unternehmen in der digitalen Welt konkurrenzfähig zu halten, muss zunächst die grundlegende IT-Infrastruktur in die nächste Generation überführt werden. Denn bei den meisten Unternehmen herrscht zumindest partiell für wichtige Prozesse eine veraltete Legacy-Infrastrukturgrundlage vor, die nur bedingt in der Lage ist, die neuen Workloads (Mobility, Industrie 4.0, Machine Learning etc.) zu betreiben und die Geschwindigkeit des digitalen Zeit-
alters mitzugehen.

Eine solche Next Generation Infrastructure bzw. eine Digital Infrastructure Platform zeichnet sich dadurch aus, dass diese für die neue und dynamische Ära optimal gerüstet ist. Als grundlegende
Plattform für die Entwicklung und den Betrieb neuer digitaler und zukünftig auch mobiler Prozesse und Anwendungen sorgen die Next Generation Infrastructures mit der Unterstützung von DevOps-Konzepten und agilen Entwicklungsmethoden für kurze Innovationszyklen und somit für ein schnelles
„Going Live“ der digitalen Produkte und Services.

Über diese neuen Plattformen können zukünftig auch externe Services leichter eingebunden werden. Denn die Architekturen verfügen über eine hohe Transparenz und Offenheit, indem für alle Anwendungen Schnittstellen für die Integration bereitgestellt werden. So kann sichergestellt werden, dass die Unternehmen auf Basis eines ganzen Technologie- Stacks arbeiten können, der aus mehreren leistungsfähigen Modulen und Services besteht. Denn nur mithilfe der schnellen Bereitstellung
relevanter Daten, dem Zugriff auf wichtige Backend-Anwendungen, leistungs-fähigen Tools für Development und Test und einer hohen User Experience auf dem Frontend sind die Architekturen
optimal für die Anforderungen im digitalen Zeitalter gerüstet. Diese Komponenten zählen also als Grundvoraussetzung für die sogenannte Digital Customer Experience.

Aus diesem Grund sind die wesentlichen Charakteristika einer Next Generation Infrastructure vorrangig:

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass eine Cloud Infrastruktur die oben genannten Faktoren besonders gut abdeckt. Denn die flexible Bereitstellung der Rechenleistung auf Basis eines stets aktuellen technischen Standards garantiert nicht nur eine optimale Flexibilität und Skalierbar-
keit sondern auch zunehmend ein höheres Sicherheitsniveau und die Freiheit, die offenen
Architekturen für den individuellen Bedarf anzupassen.

Anforderung Next Generation Infrastructure

Vor dem Hintergrund wurden Cloud Infrastrukturen in den vergangenen Jahren zum wesentlichen Standard für die neue digitale Ära. Dies hat auch zur Folge, dass die Anbieter, wie beispielsweise
Microsoft Azure, ihre Produkte und Services fortlaufend weiterentwickelt haben. So haben sich neue Charakteristika und Elemente herausgebildet, die stellvertretend für die zunehmend leistungs-
stärkere und agilere Infrastruktur stehen. Im Zusammenspiel von Cloud Anbieter und dem Managed Service Provider, der als Dienstleister des gesamten Lifecycles dient, werden diese
Technologie-Komponenten zunehmend in der Enterprise-IT genutzt. Dazu zählen:

Microservice-Portfolio: Fertige Bausteine, die als abgeschlossene Teileinheiten fungieren und bestimmte Funktionen erfüllen, helfen bei der Anwendungsentwicklung.

Infrastructure as Code: Die Infrastruktur wird mittels Programmcode und APIs entwickelt. Befehle können über eine Kommandozeile die gesamte Cloud-Infrastruktur steuern.

Autonomes Verhalten: Die Infrastruktur (re)agiert eigenständig auf sich verändernde Lastspitzen bzw. Anomalien. So können Optimierung und Überwachung mit weniger manuellem
Administrationsaufwand erfolgen

Hybrides Verhalten: Die Infrastruktur lässt sich mit weiteren externen Infrastrukturen verbinden und integrieren. Diese Infrastrukturen können auch Teile von bestehenden On-Premise-Architekturen der Unternehmen sein.

Container-Unterstützung: Die Infrastruktur stellt die technischen Voraussetzungen für den Einsatz der Container- Virtualisierung (Docker) für die Anwendungsentwicklung und Bereitstellung zur Verfügung.

Die große Mehrheit der IT-Entscheider ist sich einig, welche dieser neuen Charakteristika für sie als wichtigste Anforderung an eine Digital Infrastructure Platform zählt. Knapp 72 Prozent der
Entscheider legen ihren Fokus klar auf die Unterstützung hybrider Architekturen. Gerade für diejenigen Unternehmen, die damit konfrontiert sind, die bestehende IT-Landschaft mit der Next
Generation Infrastructure zu verbinden, erscheint dies eine wohl überlegte Priorität.

Insbesondere in großen Unternehmen mit einer langen Historie sind die IT-Infrastrukturen organisch gewachsen. Um auch zukünftig eine optimale Balance zwischen Innovation und fortlaufendem Betrieb sicherzustellen, bei dem Datenschutzfragen wie Performance- Optimierungen gleichermaßen berücksichtigt werden, ist eine Hybrid- Cloud- Architektur das Mittel der Wahl.

Andere Entscheider legen ihre Prioritäten schon etwas weiter in die Optimierung des Betriebs und in die Entwicklung neuer Applikationen und Geschäftsmodelle. So wünschen sich 17 Prozent der IT-Entscheider, dass die Next Generation Infrastructure autonom agiert und mithilfe von Algorithmen große Teile der Steuerung und Überwachung der Cloud selbst übernimmt. 6 Prozent der Entscheider benötigen zukünftig für die Anwendungsentwicklung unbedingt eine Container-Umgebung wie
beispielsweise Docker, mit der sich Applikationen autonom über Systeme hinweg verschieben lassen. Docker kapselt hierzu die eigentliche Anwendung und ihre notwendigen Abhängigkeiten
wie Bibliotheken in einen virtuellen Container, welcher sich dann auf jedem beliebigen Linux und Windows System ausführen lässt. Dies erhöht den Portabilitätsgrad und die Flexibilität.

Jeweils 2,5 Prozent der Entscheider wünschen sich Microservices-Angebote sowie die Unterstützung von Infrastructure as Code, um ihre Anwendungsbereitstellung möglichst flexibel und effizient zu gestalten.Verantwortungsverteilung Public Cloud Infrastruktur (IaaS)

Somit bieten Cloud-Infrastrukturen eine Menge technologische Vorteile, die eine optimale Grundlage für die Digitalisierungsaktivitäten der Unternehmen bieten. Allerdings bringt eine
Cloud-Infrastruktur, insbesondere als Public Cloud, nicht nur Vorteile mit sich. Denn die Public Cloud Anbieter stellen lediglich die Technologien und Updates bereit und sorgen dafür, dass die Infrastrukturen dauerhaft und sicher laufen. Die Installation, der laufende Betrieb, das Monitoring sowie die Gewährleistung des Datenschutzes und der Sicherheit der betriebenen Applikationen ist bei der Public Cloud immer Aufgabe des Kunden beziehungsweise Anwender. Allerdings ist es häufig der Fall, dass die Kunden, nicht genau wissen, welche Aufgaben und Verantwortungen sie tragen.

Im Rahmen dieses „Shared Responsibility“ Modells sehen die Anwender oft fälschlicherweise den Cloud Anbieter in der Verantwortung, auch die Prozesse und Leistungen aus dem Verantwortungs-
bereich des Kunden zu übernehmen. Hier sind allerdings die Anwender gut beraten, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und die Wissenslücke zu schließen. Denn
vor der Technologie-Auswahl sollten die grundsätzlichen Abläufe und Spielregeln auch den Kunden bekannt sein.

Und auch wenn dies manchmal der Fall ist, so fehlen auch häufig die notwendigen Skills und Experten, um eine Cloud Infrastruktur im Self-Service-Modell komplett betreiben zu können. Aus diesem Grund haben sich sogenannte Managed Public Cloud-Anbieter hervorgetan, die stellvertretend für den Kunden die Verantwortung für die Integration und den Betrieb der Cloud- Landschaften übernehmen. Diese Dienstleister stehen meist in Partnerschaft zu den relevanten Technologie-Anbietern, um als Bindeglied zwischen Public Cloud Anbieter und Kunde fungieren zu können. So ist es möglich, dass der Kunde auch ohne tiefgreifende Cloud-Kenntnisse eine leistungsfähige Infrastruktur in einem transparenten Preismodell erhält und die eigene Digitalisierungsstrategie mit einer Next Generation Infrastructure weiter vorantreiben zu können.

Bei den Entscheidern trifft ein Managed Public Cloud-Modell offensichtlich auf eine hohe Zustimmung. Denn nur 15 Prozent der befragten Entscheider möchten ihre Cloud Infrastrukturen
ausschließlich selbst betreiben. Hierbei handelt es sich meistens um erfahrene IT-Departments, die bereits erste Erfahrungen mit Cloud Infrastrukturen im Produktivbetrieb gemacht haben und somit auch auf der Skill-Ebene in der Lage sind, die Infrastruktur komplett mit eigenen Ressourcen zu betreiben. 19 Prozent der Unternehmen überlassen den Aufbau und Betrieb der Cloud-Infrastrukturen gleich komplett einem Dienstleister, der als Experte die Verantwortung tragen soll.

Cloud Infrastruktur

Es zeichnet sich ab, dass der Trend klar zu einem hybriden Ansatz der Managed Public Cloud geht. Denn 66 Prozent der Unternehmen, also etwa zwei Drittel, möchten Teile der Implementierung und des Betriebs an einen Dienstleister abgeben, aber an den Stellen, wo sie selbst die Skills besitzen, auch eigenständig bleiben. Die Allianz aus leistungsfähiger Technologie des Anbieters, Dienstleistungen des Managed Public Cloud Providers sowie die Expertise der IT-Abteilungen erscheinen somit erfolgsversprechend, wenn es um die Umsetzung der Next Generation Infrastructure in den Unternehmen geht.

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