Mit Durchsetzungsfähigkeit und schneller Auffassungsgabe in eine starke Zukunft! Interview mit Nachwuchsrennfahrer Louis Arnold

Die CEMA sponsert Louis Arnold in dieser Saison und unterstützt ihn bei seinem nächsten Karriereschritt. Wir haben das Nachwuchstalent zu einem Gespräch eingeladen, um mehr über ihn und seine Leidenschaft für den Motorsport zu erfahren. 

Wie und wann kamst du zum Rennfahren?

Ich war als Kleinkind schon sehr auf Autos fixiert, Spielzeugautos und alles was dazu gehört waren mein Lieblingsspielzeug. Die Sendung „Pole Position“ auf dem Sender KiKa (Kinderkanal des ZDF), welche aufstrebende Formel 4 Nachwuchspiloten begleitete, zog mich dann völlig in ihrem Bann. Zufälligerweise entdeckte meine Mutter einen Tag der offenen Tür bei einem Motorsportclub in der Nähe, und dort saß ich dann das erste Mal in einem Kart. Ab da war meine Leidenschaft endgültig entflammt – damals war ich 6 Jahre alt.

Was sind deine Ziele für die Saison und weiter?

Da ich dieses Jahr in zwei Disziplinen unterwegs sein werde, dem Kartslalom sowie dem Rundstreckensport, teilen sich die Ziele für diese Saison etwas auf. Im Kartslalom würde ich gerne in der nordbadischen Meisterschaft in der neuen Altersklasse in den Top 5 landen. Aufgrund von Terminüberschneidungen in beiden Disziplinen dürfte eine bessere Platzierung hier schwer möglich sein, dennoch werde ich wie immer mein bestes geben. Der Bundesendlauf (ADAC Deutsche Meisterschaft), welchen ich letztes Jahr gewinnen konnte, wird dieses Jahr kein Thema sein. Nicht, weil ich ihn nicht erreichen könnte, aber die Terminierung der Verbände liegt ungünstig, so dass der Bundesendlauf für den Rundstreckensport am gleichen Termin stattfindet, und damit eine Teilnahme nicht möglich ist.

Auf der Rundstrecke möchte ich in meinem Premierenjahr im Süddeutschen ADAC Kart Cup nach Möglichkeit einen guten Platz im Mittelfeld erreichen und vielleicht sogar mal aufs Podium fahren. Das wäre super. Zusätzlich möchte ich mich über die Saison hinweg für den Bundesendlauf in Oschersleben qualifizieren.

Mein generelles großes Ziel und auch mein Berufswunsch ist es später mal professioneller Rennfahrer zu werden. Natürlich träumt jeder von der Formel 1, aber auch als Werksfahrer in anderen Rennserien wie dem Porsche Cup oder dem ADAC GT Masters sind immer wieder heißumkämpfte Fahrerplätze frei. Mal schauen, wo die Reise hingeht.

Wie kannst du Schule und Kart vereinbaren?

Das ist mitunter immer mal wieder ein Problem. Derzeit bin ich noch Grundschüler, und die Schule, in der ich momentan bin, hat wenig Bezug zum Motorsport oder Sportförderung an sich. Hier ist es mitunter manchmal schwierig die notwendigen Freistellungen zu bekommen, um zum Beispiel schon an einem Donnerstag zur Rennstrecke anzureisen. Hausaufgaben nehme ich dann meistens mit, oder arbeite sie genau wie den verpassten Schulstoff nach, sobald ich zurück bin. Dieses Jahr werde ich allerdings die Schule wechseln, da ich auf eine weiterführende Schule komme. Diese Schule ist eine Ganztagsschule, was es auf den ersten Blick noch schwerer macht – da die Schule aber speziell auch junge Sportler fördert, werde ich dort zum einen auch eine größere Flexibilität haben, als auch auf mehr Verständnis stoßen was eben Freistellungen für Wettkampftermine angeht.

Was denken deine Mitschüler über dein ungewöhnliches Hobby?

Der Großteil hat keinen oder wenig Bezug zu Leistungs- und Motorsport an sich. Entsprechend erzähle ich mittlerweile kaum etwas von meinen Erfolgen und Erlebnissen. Die meisten Schüler stehen dann doch mehr im Kontakt mit klassischen Sportarten wie Fußball. Freunde an der Schule, die meine Begeisterung mit mir teilen, kann man daher an einer Hand abzählen. Auf der anderen Seite habe ich durch den Motorsport bisher viele neue Freunde außerhalb der Schule kennengelernt. Denn selbst wenn auf der Strecke manchmal fast wie mit dem „Messer zwischen den Zähnen“ gefahren wird, nach dem Wettbewerb sind wir alle eine große Gemeinschaft.

Was ist für dich am aufregendsten am Rennfahren?

Am aufregendsten für mich ist eindeutig die Geschwindigkeit und die Beschleunigung. Das Gefühl lässt sich schwer beschreiben, wenn man mit fast 100 km/h über den Asphalt fegt. Wenn dann noch viele Zuschauer dabei sind, blüht mein Herz so richtig auf. Spannend ist es auch, wenn man den Vorausfahrenden jagt, auf den Moment wartend kurz vor der Kurve rauszuziehen und dann einfach mental stärker zu sein und lange genug auf dem Gas zu bleiben, um vorbeizuziehen. Rennen zu fahren ist eben zu 90% auch Kopfsache.

Was siehst du als deine größten Herausforderungen?

Ich denke die größte Herausforderung haben meine Eltern. Motorsport ist teuer, wenn man da nicht gerade ein Vermögen geerbt hat oder sonst irgendwie wohlhabend ist, ist man als Fahrer oder Familie eben auf Sponsoren angewiesen. Daher wird die größte Herausforderung über die nächsten Jahre sein, immer wieder zuverlässige Partner zu finden, welche mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen. Personen und Unternehmen, welche ihr Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten setzen. Eine weitere Herausforderung bleibt Schule mit dem Leistungssport entsprechend zu vereinbaren. Denn es ist wichtig einen Plan B zu haben, falls Plan A nicht klappt. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit.

Was war dein bisher schönster Moment?

Davon gibt es eigentlich zwei, einer auf und einer neben der Rennstrecke. Sportlich war mein schönster Moment der Gewinn des ADAC Bundesendlaufs 2018 in der Altersklasse K1 am Nürburgring. Es hat, glaube ich, danach noch zwei oder drei Tage gedauert bis ich und meine Familie realisiert hatten, was da wirklich passiert ist. Jahr für Jahr kämpfen Fahrer in ganz Deutschland um diesen Titel, viele qualifizieren sich nicht mal für die Teilnahme – und ich habe ihn gewonnen! Das war schon der Wahnsinn.

Neben der Rennstrecke werde ich meinen Einsatz bei der Formel 1 als Grid Kid von Kimi Räikkönen beim Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring wohl nie vergessen. Hierfür musste ich zwar letztes Jahr die nordbadische Meisterschaft opfern, aber das Erlebnis und die Eindrücke waren dieses Opfer allemal wert.

Wer ist dein großes Vorbild?

Sicherlich auch geprägt durch meinen Besuch bei der Formel 1 sind meine beiden größten Vorbilder Kimi Räikkönen und natürlich Michael Schumacher, dessen Sohn Mick ich auch schon kennenlernen durfte. Allesamt Fahrer die, bewiesen haben, was sie können, wenn sie im richtigen Auto sitzen.

Worin siehst du deine große Stärke?

Meine größten Stärken sind meine Durchsetzungsfähigkeit, meine schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Situationen und meine schnelle Auffassungsgabe. Die ersten beiden Stärken helfen mir extrem auf der Rennstrecke, gerade und zum Beispiel, wenn das Fahrzeug technische Probleme hat und man mit der Situation einfach klar kommen muss. Die Auffassungsgabe sorgt dafür, dass ich Dinge, die mein Team von außen sieht (Fahrfehler, aber auch anderes) schnell beheben und mich dadurch sehr zügig verbessern kann.

Warum war es dir wichtig, die CEMA als Partner zu gewinnen?

Zur CEMA habe ich durch meine Liebe für Autos schon seit ich ein Kleinkind war einen gewissen Bezug. Der orangene Porsche, den die CEMA für die schnellste Bewerberrunde einsetzt, habe ich immer mal am Straßenrand gesehen, und meine Eltern mussten einmal sogar ein Foto mit mir davor machen. Das war noch bevor ich mich selber hinters Lenkrad gesetzt habe. Alleine dadurch ist die CEMA bei uns schon in Erinnerung geblieben. Als es nun darum ging Sponsoren zu finden, wollten wir nicht nur jemanden der uns „nur“ finanziell unterstützt, wir wollten auch jemanden, der uns versteht! Uns war es wichtig einen professionellen aber auch regional beheimateten Partner zu haben, der idealerweise auch Bezug zum Motorsport hat. Zudem möchten wir auf langfristige Partnerschaften setzen.

Der Bezug zum Motorsport steht bei der CEMA AG außer Frage – Thomas Steckenborn hat ein Herz dafür und weiß aus eigener Erfahrung, worauf es ankommt. Und schon alleine aus dem Kerngeschäft der CEMA AG im IT Segment ergibt sich die Professionalität, welche notwendig ist, um hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Die CEMA AG hat zudem ihren Sitz in Mannheim,  unweit von meinem Wohnort im Ortsteil Seckenheim, erfüllt also auch den regionalen Anspruch, ist aber wie wir überregional tätig. Einen idealeren Partner konnten wir daher nicht finden, und wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung.

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Vincent Cloud

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