Moderne App-Verteilung mit dem Microsoft Store for Business

Autor: Markus Schmidt​, System Engineer

Immer mehr Hersteller binden ihre Software und Treiber in den Microsoft Store ein. Dies sorgt bei dem ein oder anderen Admin für Bauchschmerzen, da in vielen Unternehmen dieser Store durch Gruppenrichtlinien gesperrt ist.

Dies auch zurecht.

Apps lassen sich ohne Administratorrechte installieren. Dies erschwert ein kontrolliertes Applikationsmanagement und belastet die IT-Abteilung zusätzlich hinsichtlich Support und Gewährleistung der Sicherheitsrichtlinien.

Der Microsoft Store for Business and Education soll hier Abhilfe und volle Kontrolle schaffen. Er bietet die Möglichkeit, kostenlose und kostenpflichtige Apps zu Verwalten und Verteilen. IT-Administratoren können somit Microsoft Store-Apps und private Branchenapps in einem Inventar verwalten, sowie Lizenzen je nach Bedarf zuweisen und wiederverwenden.

Ab Windows 10 Version 1511 steht die Möglichkeit des Private Stores zur Verfügung. Mit der Enterprise und Education Lizenz lässt sich zusätzlich nach wie vor per Gruppenrichtlinie der öffentliche Microsoft Store deaktivieren. Dies bietet dem Administrator volle Kontrolle der zugänglichen Apps.

Die beste Verteilungsmethode für das eigene Unternehmen kann gewählt werden: direktes Zuweisen von Apps für Einzelpersonen und Teams per E-Mail-Link, Veröffentlichen von Apps im private Store oder in Kombination mit Verwaltungslösungen wie SCCM, Microsoft Intune oder anderen am Markt etablierten MDM Lösungen. Um das Verteilen von Apps über einen E-Mail-Link oder den Privaten Store nutzen zu können, müssen die Anwender mit einem Azure Active Directory Konto angemeldet sein.

Einrichtung des Microsoft Store for Business

Die Einrichtung des Microsoft Store for Business ist ziemlich einfach gehalten. Über die Seite https://businessstore.microsoft.com/de-de/store steht der Login für einen Azure Account bereit. Nach dem Akzeptieren des Nutzungsvertrags kann bereits ein Name für den Private Store vergeben werden. Dieser wird im Webportal und der Microsoft Store App angezeigt.

Über die Store Suche lassen sich nun Microsoft-eigene und Apps von Drittanbietern suchen, dem Private Store hinzufügen und Benutzern zuweisen. Auch die Lizenzen lassen sich hier verwalten.

Verwaltung der Apps

Nach der Einrichtung durch einen Administrator lassen sich selbstverständlich noch weitere Rollen zur Verwaltung der Apps nutzen.

Administratoren und Einkäufer können für die Organisation passende Apps kaufen, verwalten und an die Anwender verteilen. Darüber hinaus lassen sich von Anwenderseite aus App-Käufe anfragen, welche Administratoren und Einkäufer prüfen und bei Bedarf kaufen und bereitstellen können.

Für jede im Store veröffentlichte App lässt sich außerdem einsehen, welcher Anwender die App bereits nutzt. Administratoren können Lizenzen zuweisen, entziehen oder auch erneuern.

Die neuen Sicherheitseinstellungen des Stores lassen sich App-spezifisch anpassen. So können Apps für niemanden, jeden oder für nur bestimmte Nutzer bzw. Gruppen (Sicherheitsgruppen) sichtbar gemacht werden.

Eigene Apps im privaten Store verteilen

Mit dem Microsoft Store for Business lassen sich auch eigene Apps für die Organisation oder darüber hinaus bereitstellen. Eine Verknüpfung des Dev Center Account mit der Microsoft Store for Business Organisation ist dafür Voraussetzung.

Bei der Veröffentlichung einer App kann zwischen dem Public Store, dem Private Store sowie einer reinen Organisationsverteilung gewählt werden. Eigene Entwicklungen können also unternehmensintern bleiben und landen nicht im Public Store. Somit lassen sich über einen Dev-Center-Account Apps über eine oder mehrere Organisationen verteilen.

Fazit

Der Microsoft Store for Business bringt das Potenzial mit sich, Apps über eine Plattform zu managen und zu verteilen. Durch die verschiedenen Verteilungsmethoden können Unternehmen flexibel agieren und immer einen Überblick behalten. Die Verwaltung lässt sich auf verschiedene Rollen delegieren und so teamübergreifend produktiv genutzt werden.

Dedizierte Platzierungen von Anwendungen im Microsoft Store durch Hersteller zwingen beinahe schon den Store zu nutzen, was bei dem ein oder anderen Schmerzen verursachen kann. Hier ist der „Microsoft Store for Business“ eine interessante Möglichkeit die Kontrolle über die genutzten Apps zu behalten.

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Quellen:

Microsoft:

Stealthpuppy:

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