IPv6 – Warum Ihr Unternehmen das neue Protokoll einführen sollte

In den letzten Monaten konnte man immer wieder in den einschlägigen Fachmedien lesen, dass die verbliebenen IPv4 Adressen vergeben, bzw. keine Adressen mehr vorhanden sind. Aktuelle Themen wie Internet of Things oder die steigende Anzahl von mit dem Internet verbundenen Devices fordern aber eine ausreichend hohe Anzahl von verfügbaren IP Adressen.

Hier stößt IPv4 mit ca. 4 Milliarden Adressen auch mit Technologien wie z.B. NAT, also Technologien die die Anzahl der verfügbaren Adressen erhöhen, unüberwindbar an seine Grenzen.

Diese Entwicklung wurde bereits vor 20 Jahren vorausgesehen und deshalb wurde 1998 mit IPv6 eine Alternative geschaffen, mit der eine Adressknappheit in absehbarer Zeit nicht mehr zu erwarten ist. Außerdem wurden viele neue Ideen und Erfahrungen in das Protokoll eingefügt.

Die 20-jährige Entwicklung von IPv6 spiegelt sich auch in der großen Anzahl von RFCs (>400) wieder. Z.B. wurde im ‚Best Current Practice‘ RFC 6540  festgelegt, dass ab 2012 alle IP-fähigen Geräte IPv6 unterstützen müssen..

IPv6 ist aber kein Nachfolger von IPv4, sondern setzt auf andere Verfahren bei der Vergabe und Verwaltung von IP Adressen, wie z.B.  die automatische Vergabe von Adressen (SLAAC). Hinzu kommt, dass für einen bestimmten Zeitraum sowohl IPv6 wie auch IPv4 nebeneinander betrieben werden müssen.

Dies alles erfordert vom  Anwender wie auch von den IT Spezialisten ein Umdenken im Aufbau und Betrieb von Neuen bzw. bestehenden Netzwerkinfrastrukturen.

Am 6. Juni 2012 wurde mit dem IPv6 Lauch Day die Einführung von IPv6 gestartet. Alle großen Hersteller und ISP implementieren seitdem IPv6 im zunehmenden Maße. Zum Beispiel hat die Telekom die Umstellung ihres Mobilfunknetzes auf DualStack Betrieb (IPv4 und IPv6 parallel) 2015 fertiggestellt. Alle anderen Provider werden über kurz oder lang ebenfalls umstellen.

Die Notwendigkeit von IPv6 Adressen und deren Einführung wird in nächster Zeit immer größer werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich  IT Verantwortliche  und Administratoren in den Unternehmen rechtzeitig mit diesem Thema befassen.

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