Homeschooling und eLearning erfolgreich umsetzen

Homeschooling und eLearning erfolgreich umsetzen. Bild: wavebreak3/stock.adobe.com

Aus Heimarbeit, wurde Homeoffice. Aus Homeoffice wurde Homeschooling. Und aus Homeschooling wurde: Home-Kopfschmerzing. Drei „Home“-Begriffe, die unser aller Alltag nur allzu gut zusammenfassen. Um es gleich vorwegzunehmen: Dieser Blog-Podcast ist kein virtuelles Ibuprofen. Dennoch soll dieser Beitrag ein paar Impulse liefern, um die Home-Challenges zum Home-Run werden zu lassen. Gehen wir den Weg für die nächsten Minuten also gemeinsam…

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Digital Normal

Technologie und Digitalisierung ist in unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Kinder spielen mit einer Grundselbstverständlichkeit und Umgangssicherheit auf Tablets, die Rasen- und Fußbodenpflege übernimmt mittels App steuerbar der Roboter und selbst die Ducati meines Nachbarn lässt sich mittels „Drive-by-Wire“ und damit ohne mechanische Kraftübertragung der Bedienelemente fahren. Es gibt noch zahllos viele andere Beispiele, in der die digitale Welt unseren Alltag unterstützt und damit oftmals erleichtert.

Upload 2.0

Unser Alltag wird also immer einfacher durch viele neue digitale Helfer oder Gadgets. Und im Kontext „Lernen und Fördern“? Die gute Nachricht: Auch in diesem Bereich, gibt es viele Werkzeuge und Tools, um sich selbst und andere weiterzubringen und auszubilden. Die schlechte Nachricht: Trotz Digitalisierung gibt es zumindest noch kein bekanntes Verfahren, welches einem Menschen Jiu Jitsu innerhalb von fünf Sekunden zur Selbstverteidigung beibringen kann. Dies bleibt wohl vorerst noch Neo aus dem Matrix Film vorbehalten, welcher durch seinen Kollegen „Tank“ ein einfaches Upload erhielt. Gleiches gilt natürlich auch für Mathematik, Fremdsprachen oder jedem anderen geliebten oder ungeliebten Schulfach. So bleibt es also an uns selbst, wie wir den herkömmlichen Lernprozess mit Unterstützung digitaler Hilfe neu anwenden.

Online- und E-Learning-Plattformen

Werfen wir einen Blick auf das aktuelle Online- oder E-Learning Spielfeld. Leider oder zum Glück ist dieses mittlerweile so groß geworden, dass auch wir hier nur einige Player betrachten können. Neben „Online-Kurse as a Service“ Plattformen, wie zum Beispiel LinkedIn Learning, OpenHPI vom Hasso-Plattner-Institut, Mebis oder Moodle gibt es noch „freie“ Plattformen, an welchen eigene Kurse angeboten werden können. Hierzu empfehlen wir – in der Tat – die Kollaborations-Software Teams von Microsoft oder die OpenSource Plattform Big Blue Button.

Für die letztgenannte stellen wir Ihnen gerne auch eine kostenfreie, lauffähige Instanz auf www.cema.de/online-learning vorübergehend zur Verfügung. Dies gilt dabei nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Bildungseinrichtungen oder Vereine. Für alle Eltern empfehlen wir, sich auf der Website https://homeschooling-corona.com/angebote/ einen Überblick zu verschaffen. Aufgegliedert nach Kategorien, finden sich hier die gängigsten und für gut befundenen Online-Plattformen.

Die Qual der Wahl

Die Frage drängt sich auf: Welches ist denn nun die geeignete Plattform für mich, meine Kinder oder gar meine Bildungseinrichtung? Die Antwort ist einfach wie ernüchternd zugleich: Es gibt nicht die eine passende Plattform. Die Anforderungen sind schlicht zu unterschiedlich. In erster Linie muss unterschieden werden, ob primär eine Kommunikationsplattform, eine Lernplattform oder vielleicht auch nur eine Videokonferenz Lösung benötigt wird.

Jedes der genannten Elemente bringt wiederum eigene Anforderungen und Voraussetzungen mit sich. Am Beispiel einer Schule hat vielleicht jeder Lehrer oder jedes Fach noch ganz eigene Erwartungshaltungen an eine Plattform. Daneben gibt es noch ein paar weitere Hürden, die jedoch zwingend gemeistert werden müssen.

Digitaler Hürdenlauf

So wie die Hürde zum Thema Cloud und Datenschutz basieren viele der Plattformen auf einer Cloud Architektur. Dies bietet einige wesentliche Vorteile im Vergleich zur On-Prem Administration. Es gibt aber auch Bedenken bezüglich des Datenschutzes und wo die erfassten Daten denn abgelegt werden. Kennen Sie den „Cloud Act“? Der Cloud Act ist dabei nicht einmal ein Akronym aus dem gleichen Wortstamm. Cloud Act steht für: „Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act“ und regelt den Zugriff von US-Behörden auf im Ausland liegende Daten.

Hintergrund des CLOUD Act ist ein Streit aus dem Jahr 2013 über den Datenzugriff von Strafverfolgern einer Drogenermittlung. Die Daten wurden auf Systemen von Microsoft gespeichert und der Software Riese weigerte sich damals, jene Daten von den irischen Servern herauszugeben. Ein New Yorker Bundesbezirksgerichts verpflichtete daraufhin Microsoft, E-Mails seines Kunden herauszugeben.

Datenschutz bei eLearning und Homeschooling in Deutschland

Worauf ich hinaus möchte ist, dass wir uns sehr intensiv mit der Frage der Datenhaltung beschäftigen müssen. Aktuell hat sich das rheinlandpfälzische Bildungsministerium und der Landesdatenschutzbeauftrage Dieter Kugelmann auf einen Kompromiss geeinigt: MS Teams darf bis Sommer 2022 weiterverwendet werden, sofern die Daten nicht dem US-Cloud Act unterliegen.

Eine weitere Hürde ist die finanzielle Belastung. Die meisten Lösungen kosten natürlich Geld. Mal mehr, mal weniger, aber auch ein Schuletat ist limitiert. Wie kann eine Schule also den fachlichen Anforderungen und nicht zuletzt damit auch den Schülern gerecht werden, das richtige Tool zu implementieren?

Zugegeben, beim BMBF, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, gibt es den Digitalpakt. Dies ist eine Fördermöglichkeit und stellt das von der Bundesregierung freigegebene Sonderbudget zur Verfügung, um jenen Etat für die neuen Anforderungen zu erhöhen. Details hierzu gibt es auf der Website unter www.bmbf.de/digitalpakt.

Schooling 2.0 – mit und ohne Home

Hat man also die Plattform gefunden und das Etat erhöhen können, sind die Weichen nun für die Zukunft und richtigem Homeschooling gestellt. Nun, sagen wir fast. Denn neben den eben beschriebenen Herausforderungen, warten noch ca. 782.000 bzw. 32.000 weitere auf eine Lösung. 782.000 ist in etwa die Zahl der in Deutschland aktiven Lehrer. 32.000 die Anzahl der allgemeinbildenden Schulen. Die wenigsten Lehrkräfte kommen aus der Informatik oder sind Informatik-Experten. Es wäre vermessen zu erwarten, dass die gesamte Lehrerschaft sich in kurzer Zeit zu den IT- Spezialisten für Online-Unterricht fortbilden kann. Selbst nach einem Jahr Pandemie ist die notwendige Agilität oftmals noch nicht in der gewünschten oder erhofften Ausprägung.

Widersprechend dem Zitat von Thomas Edison, der sagte: „Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben“ möchte niemand erst von 32.000 verschiedenen Wegen erfahren, wie es nicht geht, um nicht zu scheitern.

Abschließende Worte

Lassen Sie uns in Kontakt treten. Die Ärmel hochkrempeln und etwas Gutes zusammen etablieren. Wir wollen mit Ihnen die Verantwortung übernehmen! Kein Home-Kopfschmerzing mehr.
Für Sie, Ihr Unternehmen, Ihre Bildungseinrichtung und ganz besonders: Für unsere Schüler.

Vielen Dank fürs Lesen und Zuhören, bis zur nächsten Episode! Bleiben Sie gesund, neugierig und fokussiert!
Ihr Stephan Simon

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Weiterführende Links:

https://www.heise.de/news/Rheinland-Pfalz-Schulen-duerfen-Microsoft-Teams-laenger-nutzen-5072486.html
https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.php


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