Wettlauf um die digitale Krone

Dies ist ein Ausschnitt aus unserem Strategiepapier Next Generation IT – Mobility und Cloud als Kernsäulen der Digitalen Transformation. Sie können sich das ganze Papier hier downloaden. 

Wettlauf um die digitale Krone

“Jedes ‘Andersmachen’ im Gesamtbereich des Wirtschaftslebens – , das alles sind Beispiele dessen was wir Innovation nennen wollen.” Dieses Zitat von Joseph Alois Schumpeter stammt aus seinem Werk “Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung”, die als Geburtsstunde der Innovationsforschung gilt und dessen Grundannahmen noch heute Gültigkeit besitzen.

Die Digitalisierung umfasst ebenfalls ein “Andersmachen” im Wirtschaftsleben. Denn sie ist Grundlage für einen tiefgreifenden Wandel, der nicht nur die IT sondern auch verstärkt die Business- Einheiten der Unternehmen verändern wird.

Für die Digitalisierung gelten neben ihres disruptiven und innovativen Charakters weitere wesentliche Grundannahmen. Diese Grundannahmen sind beispielsweise eine transformative Logik, die dafür sorgt, dass alte Regeln aus dem ursprünglichen Geschäftskontext an Gültigkeit einbüßen müssen.

Damit einher geht im Rahmen der Digitalisierung die Optimierung der IT-Infrastrukturen, die Ausstattung der Mitarbeiter mit digitalen Tools und Endgeräten sowie die stärkere Einbindung der IT in die Business-Logiken. Mit Hilfe der Digitalisierung können Maschinen und interne Prozesse optimiert werden, um letztlich Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen zu erzielen.

Darüber hinaus resultieren durch digitale Produkte und Services optimalerweise handfeste Wettbewerbsvorteile an der Kundenschnittstelle (Stichwort: Neue Geschäftsmodelle). Ein derzeit absolut vorherrschendes Thema von Digitalisierungsaktivitäten ist es, die eigenen Mitarbeiter und das eigene Netzwerk fit für das digitale Zeitalter zu machen. Demzufolge gehören Strategien und Konzepte, die eine Next-Generation- IT-Infrastructure und einen Next Generation Workplace für die Mitarbeiter des Unternehmens avisieren, zu den aktuellsten Themen, die CIOs, CDOs und andere IT- und Fachbereichs- Entscheider auf der Agenda haben.

Derzeit beginnen die meisten Unternehmen noch damit, ihre Digitalisierungsaktivitäten erst richtig voranzutreiben. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass die Digitalisierung einen hohen Stellenwert für den zukünftigen Geschäftserfolg beinhaltet. Aber nur wenige Unternehmen haben bislang bereits umfangreiche Initiativen eingeleitet.
Prozesse Digitalisierung Unternehmen

Um zu untersuchen, inwieweit Unternehmen ihre Digitalisierungsprojekte vorangetrieben haben, wurden im Rahmen einer Roadshow der CEMA AG an mehreren Standorten  IT-Entscheider mittelständischer und großer Unternehmen gefragt, welche Aktivitäten und Technologien im Rahmen ihrer Digitalisierungsprojekte im Fokus stehen. Diese Stichprobe analysiert daher insbesondere die Aussagen von Entscheidern, die bereits eine hohe Sensititivät für die Digitalisierung entwickelt haben.

So zeigen die Anteile digitalisierter Prozesse bereits, dass überwiegend Vorreiter der Digitalisierung befragt wurden. Denn nur knapp jedes 5. Unternehmen (18 Prozent) lässt sich anhand der Befragung als digitaler Follower charakterisieren, wo in den jeweiligen Organisationen nur weniger als 10 Prozent der Prozesse digital sind. Der Großteil der Unternehmen befindet sich in der Übergangsphase und Umsetzungsphase und hat 10 bis 25 Prozent (31 Prozent der Entscheider) oder 25 bis 50 Prozent (21 Prozent der Entscheider) der Prozesse bereits digitalisiert. Knapp 18 Prozent der Entscheider konnten vorweisen, dass 50 bis 75 Prozent der Prozesse bereits ins digitale Zeitalter überführt wurden. Damit sind diese Unternehmen bereits so weit fortgeschritten, dass sie mit dieser soliden Basis die Mehrwerte aus der Digitalisierungsstrategie generieren können.

Etwa jedes 8. Unternehmen (12 Prozent) kann als aktiver Gestalter und Vorreiter der Digitalen Transformation eingeordnet werden. Denn bei diesen Unternehmen sind bereits mehr als 75 Prozent der Prozesse digital. Diese Analyse zeigt trotz der hohen Digitalisierungsreife dieser Unternehmen, dass auch der Mittelstand sehr unterschiedlich auf das digitale Zeitalter vorbereitet ist. Da jedes Unternehmen ein individuelles Verständnis und individuelle Herangehensweisen für die Digitalisierung mitbringt sind die konkrete Ausgestaltung und der optimale- Einstiegszeitpunkt ein erfolgskritischer Faktor. Nur diejenigen, die ihre Digitalisierungsstrategie sowohl ganzheitlich überblicken aber auch schlussendlich implementieren können, bestehen am Ende diese Reifeprüfung.

So kann es immer sein, dass manche Unternehmen gezwungen sind, zunächst ein festes Digitalisierungsfundament aufbauen zu müssen, bevor die digitalen “Value-Adds” wie Prozessoptimierungen und Geschäftsmodellinnovationen begonnen werden können. Zu einem solchen Digitalisierungsfundament gehört stets eine tief-durchdachte Strategie, ein grundlegender Überblick der Partner- und Technologielandschaft sowie die Festigung der organisatorischen Voraussetzungen (z.B. Aufbau eines Digital Offices) und die Optimierung der IT-Infrastruktur für das digitale Zeitalter.

Strategiepapier PDF download

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.