Der Modern Workplace als Arbeitsplatz im Wandel

Der Modern Workplace als Arbeitsplatz im Wandel. Bild: Jacob Lund/stock.adobe.com

Der moderne Arbeitsplatz ist ein häufig diskutiertes Thema und gerade in der aktuellen Weltsituation gefragter denn je. Unternehmen konzipieren und innovieren Ihre Arbeitsstätte und setzen ausgearbeitete Konzepte erfolgreich um. Ziel und Zweck ist dabei ein effizientes und flexibles Arbeiten, eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit und damit einhergehend eine gesteigerte Produktivität.

Was verbirgt sich aber hinter diesen beiden scheinbar untrennbaren Worten „moderner Arbeitsplatz“? Die Erwartungshaltung daran ist zweifelsfrei immens und auch die Nachfrage seitens Unternehmen bei weitem gegeben. Allein in der weltweit größten Suchmaschine Google erhält man zu dem Begriff Modern Workplace mehr als 330 Millionen Einträge. Und darunter fallen viele weitere Synonyme wie Digital Workspace, New Work oder auch „Digitaler Arbeitsplatz der Zukunft“. Aber wie viel Zukunft steckt tatsächlich darin und was sollte man über den Modern Workplace eigentlich wissen? Hierzu gehen wir kurz auf die Entwicklung des modernen Arbeitsplatzes von heute ein.

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Der Arbeitsplatz in den goldenen 50s

Der Modern Workplace trat nach dem „Tayloristischen Konzept“ erstmals in den 1950er Jahren auf. Dabei ging es nicht um Digitalisierung oder dergleichen. Noch nicht. Vielmehr drehte es sich um das moderne „Bürolayout“. Große Einzelbüros für Manager und Führungskräfte schwanden und eng zusammengepackte Tischreihen gehörten der Vergangenheit an. Das neue Design legte mehr Wert auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und so wurde der damalige moderne Arbeitsplatz zu einer sozialen Angelegenheit. Heute verstehen wir dieses Konzept als „offenes Büro“. In diesen Zeiten waren jene Mitarbeiter modern und auf dem höchsten Stand der Technik, die bereits eine Schreibmaschine nutzten.

Die Arbeitskultur in den 1960er Jahre

Im darauffolgenden Jahrzehnt der 1960er gab es mehr Bewegungsfreiheit und Privatsphäre für den Modern Workplace. Die Arbeitsplatzgestaltung passte sich den Positionen und Aufgaben an. Nicht zu vergessen: Zu dieser Zeit war es normal, am Arbeitsplatz zu rauchen, denn auch solche Faktoren waren Voraussetzung für die Moderne in Firmen. Auf technischer Seite gab es erste Textverarbeitungsprogramme, kleinere Vorgänger von Handhelds und die Computermaus wurde erfunden.

Die wilden 70er in Unternehmen

In den 70er Jahren hielt erstmals der Computer Einzug in die Unternehmen, ebenso wie Faxgeräte, Disketten und Netzwerke. Der Modern Workplace begann sich zu digitalisieren. Doch darauf lag jedoch noch nicht der betriebliche Fokus. Ergonomische Aspekte wurden zunehmend berücksichtigt und so mussten Bürostühle die körperliche Gesundheit und den Komfort des Benutzers unterstützen. Diese Neuerungen galten damals als Innovation und Garant für moderne Unternehmen, um Mitarbeiter zu binden und die Zufriedenheit zu erhöhen. Betriebe und Firmen mit einer solchen Arbeitsplatzkultur hätten zu diesen Zeiten bereits die Auszeichnung „Great Place to Work“ erhalten.

Die binären 80er Jahre und der Einzug der Digitalisierung

Seit den 80er Jahren bedingt die Digitalisierung einen beträchtlichen Teil, was den modernen Arbeitsplatz angeht. Das ideale Bürolayout wurde zur Förderung des Fokus jedes Mitarbeiters in Kabinen unterteilt. Unternehmen mussten lernen, Technologien zu adaptieren. Die drei wichtigsten Jahre für die IT waren 1984, 1985 und 1987.  1984 ging der erste Apple-Mac-Computer in den Verkauf. 1985 wurde das erste Mobiltelefon auf den Markt gebracht, das erste Dot.com Geschäft registriert und SUN Microsystems entwickelte NFS, das Network File System. Im Jahre 1987 wurde erstmalig PowerPoint veröffentlicht von der Firma Forethought. Damals unter dem Namen Presenter war die Anwendung ausschließlich für den Macintosh entwickelt. Im gleichen Jahr noch erwarb Microsoft die Rechte an dem Programm. Den Rest der Geschichte kennen wir aus zahlreichen Meetings und Vorträgen.

In den darauffolgenden Jahrzehnten galt es, digitale Innovationen mit dem Arbeitsplatz zu verbinden: Computer, Handys, Notebooks, Internet, Smartphones, Soziale Medien und Collaboration Tools. Besonders letzterer Punkt, das kollaborative Arbeiten, gewann zunehmend an Bedeutung, um ein interaktives und effizientes Austauschen und Arbeiten in Teams und an Projekten zu gewährleisten.

Das Büro wandelte sich ebenfalls gleichermaßen: Kantinen und Cafés zogen ein in Unternehmensräume, in kreativen Arealen schmiedeten Mitarbeiter Ideen und Think Tanks halfen neue Entwicklungen zu fördern. Das moderne Büro soll zeitgemäß sein und die Arbeit flexibel. Durch die zunehmende Digitalisierung und fortschrittliche Technologie können Tätigkeiten und Aufgaben überall auf der Welt zu jeder Zeit erledigt werden. Ganz gleich ob in anderen Büros, in Cafés, mittels Co-Working Spaces oder auch von zu Hause.

Der Modern Workplace heute

Wie würden wir arbeiten, wenn wir Arbeit neu denken könnten? Durch die technologische Entwicklung und der damit verbundenen Digitalisierung wurde diese Frage erst ermöglicht. Der Modern Workplace verbindet Technologie mit dem Menschen und zeichnet sich aus durch Kollaboration, Flexibilität und Vernetzung. Die Arbeit erfolgt dabei wesentlich effizienter wie zum Beispiel durch Automatisierung. Der Mensch steht im Mittelpunkt und erhält in Echtzeit Zugriff auf alle relevanten Daten. Wissen und Informationen werden online geteilt und sogar Aufgaben können an Technologien delegiert werden, wie bei Prozessen, Robotik oder künstlicher Intelligenz. Dabei geht es nicht um den Ersatz des Menschen am Arbeitsplatz. Bei all den Möglichkeiten der Digitalisierung gibt es nämlich einen gemeinsamen Parameter – die Zeit. Das Ziel eines modernen Arbeitsplatzes muss es daher sein, die Zeit sinnvoll und effizient zu nutzen.

Oft bedeutet dies Veränderung: Neue Prozesse sind erforderlich, Hierarchien und Strukturen werden aufgebrochen und Mitarbeiter bis Führungskräfte müssen sensibilisiert werden. Ziel ist dabei, die neue Arbeitsplatzkultur im Menschen sowie Unternehmen nachhaltig zu verankern, um das volle Potenzial der gesteigerten Flexibilität, Zusammenarbeit sowie Vernetzung langfristig zu nutzen. Wie würden wir also arbeiten, wenn wir Arbeit neu denken könnten? Agil, sicher und smart.

Agil

Die Agilität lässt sich am besten beurteilen, indem aktuelle Kern- und Schlüsselprozesse in Firmen betrachtet werden. Hier gilt es, neue Muster und Ansätze herauszufordern und sich selbst als Mitarbeiter sowie das Team und Unternehmen zu hinterfragen. Manche Betriebe gehen hierbei kompromissloser vor und gründen disruptierende Abteilungen, mit dem Ziel, den eigenen Unternehmenszweck durch eine bessere Option obsolet zu machen oder den Wettbewerb abzuhängen.

Sicher

In Betrachtung eines modernen Arbeitsplatzes ist das Thema IT-Security unabdingbar. Die globale Vernetzung ist nicht nur für Unternehmen eine Chance, sondern leider auch für Hacker und Cyberkriminelle. Die technologische Antwort auf die Frage der IT-Sicherheit ist dabei nur die halbe Miete. Security ist längst nicht mehr ein Schauplatz auf digitaler Ebene. Jeder, der mit einem PC, Notebook oder Smartphone agiert, braucht ein Grundverständnis für IT-Sicherheit. Auch privat im Eigeninteresse. Für eine zuverlässige Cyber-Security sind zweifelsohne acht Layer erforderlich, die von Endpoint-Protection bis zu Backup & Recovery reichen. Aktuelle Entwicklungen zeigen zudem, dass Unternehmen zunehmend auf Managed Security Services setzen. Dabei wird der Bereich IT-Sicherheit an erfahrene Spezialisten ausgelagert, um interne Ressourcen zu entlasten und von den neuesten Sicherheitsstandards und einem proaktiven Monitoring zu profitieren.

Smart

Hierbei soll nicht der Begriff „smart“ diskutiert werden oder welches Akronym sich dahinter verbirgt. Vielmehr geht es um Cleverness in dem Sinne, smart zu agieren. Das zeichnet sich bereits darin aus, nicht jeden Tag gleiche Routinen und Abläufe zu verfolgen, sondern neue Wege zu beschreiten. Daraus ergeben sich schnell Chancen und Möglichkeiten, die den einzelnen Mitarbeiter voranbringen. Hie kann man sich selbstkritisch die Frage stellen: „Muss ICH diese Aufgabe JETZT erledigen? Und wie könnte ich die Zeit effizient nutzen, wenn ich diese Aufgabe vielleicht gar nicht mehr durchführen müssten?“ In der heutigen Arbeitswelt gilt die Zeit als ausschlaggebender Faktor, weshalb Mitarbeiter diese smart nutzen sollten.

Fazit

Der moderne Arbeitsplatz betrachtet heute weitaus mehr Aspekte als ergonomische und technische Themen. Auch wenn die Möglichkeiten durch die zunehmende Digitalisierung weiter steigen, so gilt es ein Verständnis im Unternehmen aufzubauen, um die neue Arbeitsplatzkultur in bestehende Strukturen zu integrieren. Die dabei betrachteten Bereiche umfassen:

Mit einem ganzheitlichen Modern-Workplace-Konzept werden Lösungen in bestehende Strukturen erfolgreich integriert und disperse Systemlandschaften vereinheitlicht. Zusätzlich wird durch Schulungen und Sensibilisierungen sichergestellt, dass neue Prozesse und Tools von Mitarbeitern bis Führungskräfte verinnerlicht und effizient umgesetzt werden. Der Modern Workplace ist daher weitaus mehr als eine fortschrittliche Unternehmens-IT und beginnt beim grundlegenden Verständnis einer modernen Arbeitsplatzkultur.

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