Homeschooling und Datenschutz: Keine Frage der Unmöglichkeit

Datenschutz im Homeschooling ist keine Frage der Unmöglichkeit. Bild: Hero Images/stock.adobe.com

Die anhaltende Corona-Pandemie stellt unsere Gesellschaft weiter vor große Herausforderungen. Diese Ausnahmesituation macht auch in Schulen und Lehreinrichtungen nicht Halt. Bei einem zu hohem Inzidenzwert sind drohende Schließungen und Fernunterricht die Folgen, so dass Lehrer und Schüler auf Homeschooling zurückgreifen. Doch Distanzunterricht und eLearning stellen besondere Ansprüche an den Datenschutz, an denen sich Eltern und Kinder orientieren sollten. Deshalb empfiehlt es sich für Jung und Alt bestimmte Maßnahmen einzuleiten, um dem Nachwuchs Zugriff auf ausgewählte Websites zu gewähren und vor virtuellen Angreifern zu schützen.

Der Computer als Arbeitsgerät

Insbesondere für jüngere Kinder ist es häufig das erste Mal, dass sie überhaupt mit einem Computer als Arbeitsgerät in Berührung kommen. Hierbei müssen Eltern nicht nur ihren privaten Internetanschluss oder die Onlineverbindung des Arbeitgebers sicher zur Verfügung stellen. Ebenso wichtig ist es, dem Nachwuchs einen Zugang zu kritischen Situationen und Inhalten zu verwehren und einen entsprechenden Datenschutz zu gewährleisten.

Einrichtung eines eigenen Benutzerkontos

Um auf Schularbeiten zugreifen und diese bearbeiten zu können, müssen mehrere Schüler häufig einen gemeinsamen Computer nutzen. Aus dem Grund empfiehlt es sich, auf dem PC für jedes Kind ein separates Benutzerkonto einzurichten. Ohne Beeinträchtigung des eigenen Zugriffs ist dadurch die Einrichtung einer Kindersicherung möglich. Zudem ist die Einrichtung eines eigenen Kontos den Schülern und Schülerinnen dabei behilflich, ein Gefühl für erste Sicherheitsgewohnheiten zu bekommen.

Onlinezugang ohne Zugriff auf Erwachseneninhalte

Zur Unterstützung des Homeschoolings verweisen viele Lehrer auf Verlinkungen zu Lernressourcen aus dem Internet. Die Vielfalt dieser Lerninhalte reicht von externen Webseiten über durch die Schulen gehostete Materialien bis hin zu Websites bekannter Drittanbieter wie YouTube. Ein Internetzugang ist für all diese Aktivitäten eine grundlegende Voraussetzung. Einerseits sollten die Schüler den Unterrichtsstoff erlernen. Andererseits ist ein Schutz vor unangemessenen Websites dringend erforderlich.

Einen Zugriff auf unangemessene Websites vermeiden

Eine gute Idee ist es deshalb, spezielle Onlinekonten für die Kinder einzurichten und eine Kindersicherung im jeweiligen Betriebssystem anzulegen. Mithilfe dieser Kindersicherung ist es möglich zu bestimmen, auf welche Webseiten überhaupt ein Zugriff durch die Kinder möglich ist. Bei einer Nutzung von Windows 10 gibt es die Möglichkeit via Suchleiste adäquate Familienoptionen zu finden und dadurch eine Kindersicherung zu integrieren. Dieses Tool sorgt dafür, dass Surfen im World Wide Web durch Microsoft Edge ermöglicht und InPrivate-Surfen im Gegenzug deaktiviert wird. Noch mehr Sicherheit versprechen Antivirenprodukte für den Heimbedarf, die beispielsweise eine Webfilterung für Eltern einschließen. Diese Lösungen ermöglichen eine Kontrolle von Internetinhalten. Für eine Einschränkung des Zugriffs auf Homepages für Erwachsene ist eine Suchmaschinenfunktion eine weitere sinnvolle Option. Dieser Filter funktioniert zwar nicht zu hundert Prozent, bietet aber dennoch einen hohen Schutz.

Ausschließlich Bildungs-Apps aus offizieller Quelle auswählen

Beim Homeschooling ist es hin und wieder notwendig, neue Apps herunterzuladen. Klassische Beispiele sind Lernressourcen-Apps, welche die Aufgaben erfüllen, digitale Dokumente zu bearbeiten oder an Internetkursen teilzunehmen. Diese Apps sollten für iOS Nutzer im Apple App Store oder für Android im Google Play Store erhältlich sein. Eine weitere sichere Option sind Lernangebote für Online Learning von CEMA. Als eines der führenden mittelständischen IT-Systemhäusern Deutschlands hat sich CEMA seit mehr als 30 Jahren auf wirtschaftliche IT-Infrastrukturen und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen spezialisiert. Deshalb bieten unsere IT-Spezialisten auch passende Online-Learning-Lösungen für Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen an. Mithilfe gesicherter Videokonferenzsysteme ist es uns dadurch möglich, Unterrichtseinheiten, Seminare und Schulungen via Internet bereitzustellen und zu gestalten. Zugleich wird höchster Wert auf Sicherheit und Datenschutz gemäß DSGVO gelegt, um ein reibungsloses und geschütztes Homeschooling zu gewährleisten.

Erstellung eines Passworts

Beim Homeschooling kommen Kinder zumeist auch häufig erstmals mit der Aufgabe in Berührung, ein Passwort zu verwalten. Diese Passwörter sind in aller Regel für einen Zugriff auf Internet-Lernressourcen oder E-Mails der Schule erforderlich. Existiert ein separates Konto für einen freigegebenen PC, ist im Gegenzug ein Passwort erforderlich. Ausgewählte Passwörter wurden möglicherweise direkt von der Schule erstellt und können deshalb auch nicht abgeändert werden. Für alle anderen Kennwörter ist eine Änderung in Buchstaben-, Zeichen- und Zahlenkombinationen empfehlenswert, welche die Online-User kennen. Eine Erstellung von Passwörtern mit hoher Sicherheit vermittelt den Schülern und Schülerinnen zugleich ein Gefühl der Eigenverantwortung. Damit sich verwendete Phrasen leichter merken lassen, sollten Kinder Passwörter auswählen, die deren Interessen berücksichtigen. Dennoch ist es unerlässlich, die Phrase so komplex wie möglich zu gestalten. Eine wichtige Hilfe ist der sogenannte Passwort-Manager. Hier empfehlen sich Lösungen wie Password Safe zum sicheren Verwalten und Generieren von Kennwörtern. Alternativ hat sich der klassisch-konservative Weg bewährt, bei dem Familien eine Phrase oder ein Passwort aufschreiben und die Notiz an einem sicheren Ort aufbewahren.

Sicherheit von Daten und Geräten

Eine wichtige Voraussetzung für einen sicheren Lernprozess in den eigenen vier Wänden ist ein sicheres Gerät. Eine Grundvoraussetzung für einen sicheren PC ist jedoch ein komplett gepatchter Computer, der dem aktuellen technischen Stand entspricht und mit einer hochwertigen Sicherheitssoftware aufgewertet ist. Zugleich raten IT-Experten dazu, die Berechtigungseinstellungen im Browser zu überprüfen. Dieses Vorhaben gelingt einerseits, indem sichergestellt wird, dass alle Einstellungen des Mikrofons, der Kamera, des Standorts sowie Benachrichtigungen auf „Vor dem Zugriff fragen“ angelegt sind. Ein höherer Schutz der Privatsphäre wird ebenfalls durch eine Nutzung von Datenschutzoptionen in Android- sowie iOS-Geräten sowie gezielte Kameraeinstellungen bei Konferenzen bzw. eine Deaktivierung der Kamera erreicht. Das A und O eines effizienten Datenschutzes ist jedoch die Bildung. Eltern sind deshalb angehalten, mit ihrem Nachwuchs über die Wichtigkeit der eigenen Privatsphäre beim Teilen von persönlichen Inhalten zu reden. Die Kinder sollten ein Gefühl dafür bekommen, was und mit wem sie ihre Inhalte teilen.

Sicherung des eigenen Home Wi-Fi

Eltern sollten es zudem für die Vorbereitung sicherer Homeschooling-Bedingungen nicht versäumen, die Sicherheit des eigenen WLAN-Netzwerks zu überprüfen. Diese Maßnahme ist sinnvoll, um persönliche Daten sowie das Netzwerk des Arbeitgebers im Falle von Homeoffice zu schützen. Entsteht in dem Gerät einmal eine Sicherheitslücke, ist es für die Angreifer wesentlich einfacher, das digitale Leben der Betroffenen mitzuverfolgen und sich Zugang zu anderen Geräten mit persönlichen und geschäftlichen Inhalten zu verschaffen. Daher empfiehlt es bereits zu Beginn des Fernunterrichts, die Sicherung des eigenen Heimnetzwerkes zu gewährleisten.

Sich Zeit lassen

Homeschooling ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, welche viele Familien belastet und zudem Zeit und Nerven kostet. Um bei der sicheren Einrichtung von Computern, Laptops und Tablets keinen Druck aufkommen zu lassen, ist es sinnvoll, sich für die Einrichtung der Sicherheitsmaßnahmen die nötige Zeit zu nehmen. Viele der erforderlichen Umsetzungen müssen dabei nur einmalig vorgenommen werden. Und wenn Kinder erst einmal das nötige Gefühl für Datenschutz und Sicherheit erfahren, wird nicht nur der Unterricht zu Hause erfolgreicher, sondern auch private Netzwerke und personenbezogene Daten zuverlässig geschützt.

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