Der Arbeitnehmer der Zukunft – die Mentalität einer Generation

Autor: Philipp Schöler, Dipl.-Inf., Business Unit Manager, CEMA München

Mittlerweile ist es auch in der letzten Personal-Abteilung angekommen: es herrscht Fachkräftemangel, nicht regional, nicht national, sondern international und der Kampf um den geneigten Arbeitnehmer ist in vollem Gange.

Die meisten Branchen spüren diese Situation als Bedrohung und haben unterschiedliche Strategien, damit umzugehen, aber eine Entspannung ist noch lange nicht in Sicht. Sind wir uns eigentlich alle bewusst, was das für den zukünftigen Arbeitsmarkt bedeutet? Nicht mehr und nicht weniger als einen generationstypischen Wandel.

Dazu ein bisschen Theorie aus der Demografie Deutschlands.

Wir unterscheiden heutzutage grob in 5 Generationen:

  1. Generation Wirtschaftswunder (1935 – 1949): große Kaufkraft, überwiegend bereits in Rente, häufig noch als Firmeninhaber aktiv
  2. Generation Babyboomer (1950 – 1965): häufig in Führungspositionen, die Generation, die nun in Rente geht und große Lücken im Arbeitsmarkt hinterlässt
  3. Generation X (1966 – 1980): die auf die Babyboomer folgende Generation, fest am Arbeitsmarkt etabliert und gerade dabei, freiwerdende Positionen der Vorgängergeneration nachzubesetzen, aufgewachsen als Bindeglied zwischen klassischem Arbeitsbild und der Pionierzeit der EDV und des Internets
  4. Generation Y (1981 – 1995): die “Millennials”, bereits aufgewachsen mit vielen Errungenschaften und Vorbildern aus der Pionierzeit des Internets und der EDV
  5. Generation Z (ab 1996): die Generation, die nach Ausbildung und Studium jetzt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht

Der Unterschied in der Wahrnehmung der Rolle als Arbeitnehmer zwischen der 1. und der 5. Generation ist – obwohl vielleicht nur 50 Jahre auseinander – so groß wie noch nie in der Geschichte der Menschheit.

Während die beiden erstgenannten Generationen einen Arbeitgeberwechsel teilweise nie erlebt oder zumindest nicht aktiv angestrebt haben, nimmt dieses Bestreben von Generation X bis Z stetig zu.  Arbeitnehmer aus der Z- oder Y-Generation möchten sich zum Teil überhaupt nicht mehr fest anstellen lassen, sondern ziehen die Freiheit einer unreglementierten und flexiblen Arbeitsweise der relativen Sicherheit einer Festanstellung vor. Was zunächst abwegig klingt ist aber die logische Konsequenz aus der Tatsache heraus, dass es die meisten Jobs, in denen die Generation Z arbeiten wird, heute noch gar nicht gibt!

Die Gegebenheiten ändern sich fast täglich!

tatsächlich entstehen schon heute beinahe täglich neue Anforderungen und neue Arbeitsgebiete und -bezeichnungen, die sich immer weiter vom klassischen Arbeitnehmerbild entfernen. Prominentes Beispiel hierfür ist wohl der/die Influencer/in (m,w,d). Anfangs belächelt, wird spätestens bei Offenlegung der monatlichen Bezüge im Vergleich zum eingesetzten klassischen Arbeitspensum deutlich, dass es sich hierbei um einen echten Beruf handelt; nur eben einer, den es vor Kurzem noch nicht gab und der eine Generation vorher noch undenkbar gewesen wäre.

Aber auch abseits des Rampenlichts gehen die Vorstellungen der jungen Arbeitnehmer immer mehr in die Richtung, sich hoch zu spezialisieren und dieses Wissen und die Arbeitsleistung nicht nur einem festen Arbeitsgeber zur Verfügung zu stellen, sondern projektbasiert oder für einen überschaubaren Zeitraum zu arbeiten. Und dies das genau zu den Bedingungen, die gerade in das eigene Lebensmodell passen –  dies kann nur durch eine extrem flexible Gestaltung der Arbeitsmöglichkeiten funktionieren.

Der Wettlauf um die flexibelsten Arbeitsmodelle ist in vollem Gange!

Dann wird es möglich sein, dass ein Manager auf Weltreise seine Kunden digital betreut und dabei trotzdem mehr bewirkt, als es heute vorstellbar ist. Die Werkzeuge werden gerade geschaffen, um die Jobs von morgen möglich zu machen. Aber den Kampf um den Arbeitnehmer wird der gewinnen, der das flexibelste Arbeitsmodell anbieten kann und bereit ist, hierfür neue Standards zu schaffen.

Der Zeitpunkt ist gekommen, diese auszuloten und einzuführen.

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