App-Container auch in der Server-Virtualisierung angekommen

Autor: Michael Sandhoff, Chief Technology Officer der CEMA

Es bewegt sich was im Land von vSphere und Hyper-V, eine neue Technologie ist in der Business-Welt angekommen. Nach Jahren des Belächelns ist das Docker-Modell in die VMware– und Windows-Welt aufgenommen worden.

Was ist Docker und warum kümmern sich VMware und Microsoft jetzt um Techniken aus dem universitären Linux-Bereich?

Was ist also Docker?

Im Grunde hat sich eine alte Idee aus der Windows-Welt auf die Linux-Umgebung übertragen und sich dort prächtig entwickelt. Der Grundgedanke ist es, die Virtualisierungsschicht nicht zwischen Betriebssystem und Hardware einzuziehen, sondern zwischen Anwendung und Betriebssystem. So wandert nicht Betriebssystem inkl. installierter Programme in einen Container / Virtuelle Maschine, sondern nur die Anwendung inkl. der notwendigen DLLs und Konfigurationen. Als Resultat ergibt sich daraus ein “App-Container”, der auf dem Betriebssystem ausgeführt werden kann, ohne dass die Anwendung vorher zu installieren ist.

Alle notwendigen Ergänzungen oder Modifikationen befinden sich im Container und gestalten das Betriebssystem so, dass die Anwendung lauffähig ist. Der “Rest” ist Management dieser App-Container, wobei dieser Anteil nicht zu unterschätzen ist. Kybernetes ist so eine Management-Plattform und hat das Docker-Modell erst business-tauglich gemacht.

Warum kümmern sich VMware und Microsoft um App-Container?

Sowohl VMware und Microsoft möchten weiter in den Markt der Multi-Cloud eindringen, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Das atmende Rechenzentrum, in dem bei Bedarf Rechenleistung aus der Public-Cloud ergänzt werden kann, ist dabei ein wichtiges Element. Damit so etwas funktioniert, sind Workloads, also Anwendungen mit allem Zubehör, auf einen Public-Cloud-Hypervisor zu verschieben. Wenn unterschiedliche Hypervisoren im Einsatz sind, dann klappt das so nicht, es fehlt die Gemeinsamkeit.

Und genau diese wird durch App-Container, das gemeinsame Betriebssystem, geschaffen. So kann eine Anwendung von Hyper-V nach vSphere “geschoben” werden, genau genommen von einer Windows-VM auf Hyper-V auf eine Windows-VM auf vSphere. Damit ist die Lücke geschlossen, ohne Hilfe der anderen Betreiber von Cloud-Rechenzentren!

Bleibt noch die Frage, wer der Urvater von Docker war!

Thinapp, entwickelt von Jilit, vermarket von VMware. Leider ohne Management-Plattform, was u.a. auch die Verbreitung des Ansatzes verhinderte.

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