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Storage-, Server-, Desktop-Virtualisierung und Backup-Konzept

Anwenderbericht von der IT-Beratung bis zur Realisierung beim Caritasverband für die Diözese Speyer e.V.



Projekt: IT-Beratung und Realisierung der Storage-, Server-, Desktop-Virtualisierung und des Backup-Konzept

Praxisbericht:       Teil 2       Teil 1       zum PDF

Virtualisierung im laufenden Betrieb

Anschließend folgte die Server-Virtualisierung. Um Ausfallzeiten zu vermeiden, wurde schrittweise ein virtuelles System aufgesetzt und parallel zum bestehenden System betrieben. Zunächst migrierte die CEMA einige Server, die Dienste bereitstellen (z.B. Printserver oder Domain Server) auf virtuelle Windows Server 2003-Maschinen unter VMware ESX 3.5. Die VMs laufen auf Standardservern von Dell mit 2 Quadcore CPUs und 48 GByte RAM. Danach folgten nacheinander die 35 Terminalserver für die einzelnen Caritas-Einrichtungen. Per Robocopy wurden die Daten aus dem alten Speichersystem in das neue SAN übertragen. Während dieses Zeitraums erhielten die Anwender Zugriffsrechte für beide Welten. Sobald eine VM komplett war, wurde über Nacht der DNS-Eintrag geändert, so dass Anwender, die sich am Folgetag einwählten, automatisch an der neuen VM angemeldet wurden.
„Die Virtualisierung mit der CEMA lief reibungslos, so dass wir uns ungestört um das Tagesgeschäft kümmern konnten“, lobt Kempf. Gleichzeitig startete die EDV-Abteilung damit, die veralteten PCs durch Thin Clients zu ersetzen, die unter einem Linux-Betriebssystem laufen. Thin Clients sind kostengünstiger, und robuster und mit geringerem Aufwand administrierbar. Das erleichtert es dem Drei-Mann-Team, die Hardware der gesamten Diözese aktuell zu halten.

Neuer Terminalserver auf Knopfdruck

Einen Terminalserver, auf dem sämtliche Programme installiert sind, verwendet die EDV-Abteilung als Master. Er dient zum Testen, Entwickeln und zur Datensicherung.
„Wir wollten so viel wie möglich automatisieren. Daher nutzen wir den Master als Image, mit dessen Hilfe wir neu installierte Software auf Knopfdruck ausrollen oder für die einzelnen Bereiche zusätzliche virtuelle Terminalserver erzeugen können“, erklärt Kempf. Die Hosts sind als Failover-Cluster hochverfügbar ausgelegt. Das macht der ESX-Host automatisch. Vier ESX-Server könnten bei Bedarf sämtliche VMs hosten, ohne dass es zu Beeinträchtigungen im Tagesgeschäft kommen würde.

Ausgefeiltes Back-up-Konzept

Mithilfe von Vizioncore vRangerPro wurde die Datensicherung auf Tempo getrimmt. Einmal in der Woche sichert die Software innerhalb von nur zwei Stunden alle „Dienste-VMs“ und das Template für die Terminalserver auf ein Backup-Gerät. Die Images (VMDK-Dateien) lassen sich zum Restore wieder auf die ESX-Hosts zurückspielen. Zusätzlich werden alle Daten mit Microsoft Data Protection Managers (DPM) gesichert.
Nach der initialen Replikation der Daten auf dem Festplattenspeicher, überträgt der DPM bei den folgenden Sicherungen nur noch die veränderten Datenblöcke.
„Durch das neue Backup- und Restore-Konzept sind wir in der Lage, Daten, binnen Minuten wiederherzustellen, „Dienste-VMs“ innerhalb kürzester Zeit und alle Terminalserver innerhalb von nur vier Stunden“, erläutert Kempf. Die zunächst auf Disk gesicherten Daten werden wöchentlich auf Band gespeichert und monatlich archiviert. Auf Platte lässt sich der Stand von bis zu vor 42 Tagen und auf Tape der Stand für ein ganzes Jahr wieder herstellen.

Mit neuen Anforderungen Schritt halten

Aus den ursprünglich 600 geplanten Terminal-Arbeitsplätzen sind mittlerweile 900 geworden. Das dreiköpfige EDV-Team betreut vom Rechenzentrum in Speyer aus aktuell rund 1.800 Anwender an 90 Standorten. Die Anzahl der User steigt weiter, ebenso wächst die Vielfalt der Anwendungen. „Glücklicherweise haben wir frühzeitig die Weichen für eine zukunftsfähige Infrastruktur gestellt, mit der wir flexibel neue Anforderungen abdecken können", begründet EDV-Leiter Kempf die eigene Gelassenheit. Gemeinsam mit der CEMA plant er bereits das nächste Projekt: die neueste Version von SANmelody einführen. Mithilfe des Updates auf ein 64-bit-Version will er noch mehr Performance „raus zu kitzeln“.

Auf einen Blick

CEMA IT-Unternehmen IT-Dienstleister  Kunde: Mit rund 40 Einrichtungen an 90 Außenstellen in der Diözese Speyer (www.caritas-speyer.de) hilft der Caritasverband Menschen, die mit Problemen konfrontiert sind. Rund 2.700 hauptamtliche Mitarbeiter beraten, pflegen, fördern und betreuen jährlich rund 39.0000 Menschen. Das Angebot reicht von der Schwangerschaftsberatung über die Altenpflege bis zur Hospizhilfe.
CEMA IT-Unternehmen IT-Dienstleister  Herausforderung: 35 Terminalserver im laufenden Betrieb sowie das Storage virtualisieren; Backup der virtuellen Systeme.
CEMA IT-Unternehmen IT-Dienstleister  Cema-Leistung: Konzeption und Realisierung der Lösungsarchitektur. Aufbau einer virtuellen IT-Infrastruktur (Terminalserver, SAN, Backup- und Restore-Lösung)
CEMA IT-Unternehmen IT-Dienstleister  Systemumfeld: VMware ESX 3.5, Dell Power Edge 2900 mit 48GByte RAM (ESX-Host) und 4GByte RAM (Storage Domain Server), Thin Clients (Igel), Vizioncore vRangerPro.
CEMA IT-Unternehmen IT-Dienstleister  Nutzen: konsolidierte, skalierbare und flexible IT-Infrastruktur, zentrale und weitestgehend automatisierte Betriebsabläufe, reduzierte Kosten.

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